Bundesregierung verabschiedet Luftfahrtstrategie für die nächsten 15 Jahre
Das neue Papier der Bundesregierung soll einen Orientierungsrahmen für die kommenden 15 Jahre in der Luftfahrt schaffen. Es richtet sich an den zivilen Luftverkehr, die Luftfahrtindustrie sowie die militärische Luftfahrt. Die Umsetzung will die Bundesregierung gemeinsam mit der Branche in einem fortlaufenden Prozess begleiten
Die Strategie bündelt ihre Maßnahmen unter vier Zielen: ökonomische und technologische Wettbewerbsfähigkeit, Souveränität als militärische und zivile Sicherheitstechnologie, Resilienz des Luftfahrtstandorts sowie klimaschonende und umweltverträgliche Luftfahrt. Um die Wettbewerbsfähigkeit zu stärken, plant die Bundesregierung unter anderem Senkungen bei Flugsicherungsgebühren, bei den Kosten für Luftsicherheitskontrollen bis 2029 sowie eine Absenkung der Luftverkehrssteuer, die am 1. Juli 2026 in Kraft treten soll. Bei den nachhaltigen Kraftstoffen will die Regierung Angebot und Produktion in Deutschland stärken und SAF besser im Emissionshandel berücksichtigen. Für die Drohnenbranche ist bis Ende 2026 ein nationales U-Space-Gesetz zur Regelung des unbemannten Luftraums geplant.
Trotz dieser Maßnahmen fällt die Reaktion aus dem Umwelt- und Verkehrsbereich deutlich kritisch aus. Die Bundesvereinigung gegen Fluglärm, der Verkehrsclub Deutschland und Germanwatch bemängeln, die Strategie setze weiterhin vorrangig auf Wachstum und Wettbewerbsfähigkeit, ohne ausreichende Antworten auf Fragen des Klima-, Gesundheits- und Ressourcenschutzes zu geben.

