SOURCE FFR: Ergebnisse der Ultrafeinstaubmessungen veröffentlicht
Weitere Teilergebnisse der UFP-Belastungsstudie (SOURCE FFR – measurements & modelling) liegen nun vor: An 14 Standorten wurden Messungen der ultrafeinen Partikel (UFP) in der Region des Frankfurter Flughafens durchgeführt: Die Messungen zeigen den großen Einfluss des Flughafens bei sehr kleinen ultrafeinen Partikeln (10-20 Nanometer). Bei größeren Partikeln, der Rußmasse und weiteren Luftschadstoffen ist der Flughafen keine wesentlich größere Quelle als die Stadt. Der Abschluss der Studie ist für Ende 2026 vorgesehen.
Neue Messergebnisse zeigen, dass der Frankfurt Airport eine bedeutende Quelle für besonders kleine ultrafeine Partikel ist. Vor allem im Größenbereich von 10 bis 20 Nanometern – also millionstel Millimetern – ist sein Einfluss deutlich messbar. Direkt auf dem Flughafengelände wurden teils bis zu 30-mal höhere Partikelkonzentrationen festgestellt als im städtischen Hintergrund. Mit zunehmender Entfernung nimmt dieser Effekt jedoch ab und liegt in etwa 15 Kilometern Entfernung nur noch bei rund zehn Prozent.
Für größere Partikel sowie andere Schadstoffe wie Ruß oder bestimmte chemische Verbindungen zeigen die Daten hingegen kein klares Bild: Hier unterscheidet sich der Flughafen kaum von anderen städtischen Quellen. Das gilt auch für einige gesundheitlich relevante Stoffe, deren Werte insgesamt als unauffällig beschrieben werden.
Um diese Ergebnisse zu gewinnen, wurden in der Region rund um den Flughafen an insgesamt 14 Standorten Messungen durchgeführt. Im Mittelpunkt standen ultrafeine Partikel – winzige Teilchen in der Luft, die kleiner als 0,1 Mikrometer sind. Zum Vergleich: Ein menschliches Haar ist etwa 700-mal dicker.
Neben festen Messstationen kamen auch mobile Verfahren zum Einsatz. So wurden zusätzliche Daten mithilfe von Drohnen erhoben, um die Verteilung der Partikel in verschiedenen Höhen zu erfassen. Fahrzeuge lieferten ergänzende Messungen zur räumlichen Ausbreitung. Außerdem wurden Proben chemisch analysiert, um herauszufinden, woher die Partikel stammen – etwa aus Flugzeugtriebwerken oder aus anderen Verbrennungsprozessen.
Diese Kombination aus verschiedenen Messmethoden ermöglicht es, den Einfluss einzelner Quellen genauer zu unterscheiden und die Ergebnisse besser einzuordnen.
Die Messungen sind Teil der umfassenden Studie „SOURCE FFR“, die vom Forum Flughafen und Region in Auftrag gegeben wurde. Ziel ist es, sowohl die Belastung durch ultrafeine Partikel als auch mögliche gesundheitliche Auswirkungen zu untersuchen. Der aktuelle Bericht bezieht sich auf den Teil, der sich mit der Messung und Modellierung der Belastung beschäftigt.
Das Projekt läuft seit 2023 und wird von einem Forschungskonsortium unter Leitung des Leibniz-Institut für Troposphärenforschung durchgeführt. Ein abschließender Bericht ist für Ende 2026 geplant. Bis dahin sollen die bisherigen Messergebnisse in ein Modell einfließen, das die Verteilung der Partikel in der gesamten Region beschreibt und so ein vollständigeres Bild der Belastung liefert.

