Planet nimmt in Berlin eine Satellitenfertigung in Betrieb
Der amerikanische Erdbeobachtungsbetreiber Planet hat am 22. September 2026 in Berlin-Mitte eine eigene Satellitenfertigung eröffnet. Die Anlage umfasst 5.700 Quadratmeter und soll nach Unternehmensangaben auf eine Kapazität von bis zu 60 Satelliten im Jahr ausgelegt werden. Zur Eröffnung kam die Bundesministerin für Wirtschaft und Energie, Katherina Reiche. Gefertigt werden dort Satelliten des Typs Pelican mit einer Masse von rund 300 Kilogramm, deren Kameras eine Bodenauflösung von 30 Zentimetern erreichen.
Produktion, Test und Betrieb unter einem Dach
Der Standort bündelt Fertigung, Prüfung, Missionsbetrieb und Qualitätssicherung an einem Ort. Die Produktion soll im Herbst anlaufen und der erste in Berlin gebaute Satellit nach Unternehmensangaben noch vor Jahresende fertig werden. Planet stockt das Berliner Team um 70 auf rund 220 Beschäftigte auf. Das Unternehmen betreibt nach eigenen Angaben Standorte in fünf europäischen Städten und beschäftigt mehr als 30 Prozent seiner weltweiten Belegschaft in Europa. Bodenstationen in Deutschland, Großbritannien, Norwegen und Island wickeln demnach knapp die Hälfte des weltweiten Datenempfangs des Unternehmens ab.
Erster Start mit einer deutschen Trägerrakete geplant
Für die Praxis der europäischen Raumfahrt ist eine Ankündigung besonders bemerkenswert: Die ersten in Berlin gefertigten Pelican-Satelliten sollen Anfang 2027 mit einer Rakete des Münchner Unternehmens Isar Aerospace in die Umlaufbahn gebracht werden. Damit würden in Deutschland gebaute Satelliten erstmals mit einem in Deutschland entwickelten Träger starten. Isar Aerospace hatte Anfang September 2026 mit der Rakete Spectrum erstmals einen Orbit erreicht.
Planet hat nach Angaben des Firmenchefs in fünfzehn Jahren 688 Satelliten gebaut und gestartet. Der Berliner Standort geht auf die im September 2025 angekündigte Absicht zurück, eine Fertigung in Deutschland aufzubauen. Für den europäischen Markt für Erdbeobachtungsdaten bedeutet der Schritt, dass Kapazitäten für den Bau größerer Satellitenflotten künftig auch innerhalb der Europäischen Union verfügbar sind.
Quelle: https://www.businesswire.com/news/home/20260922048020/en/
(Diese Zusammenfassung wurde mithilfe von KI erstellt.)

