24.09.2026 - Allgemein, Luftfahrt

Nicht deklariertes Gefahrgut bleibt das größte Risiko in der Luftfracht

Der Weltluftfahrtverband IATA hat am 24. September 2026 in Budapest ein Positionspapier zum Umgang mit gefährlichen Gütern in der Luftfracht vorgelegt. Kernbefund ist die Auswertung der beim Verband gemeldeten Vorfälle aus dem ersten Halbjahr 2025: Rund 80 Prozent davon betrafen Sendungen, die nicht oder falsch deklariert waren. Am häufigsten fanden sich Lithiumbatterien und versteckte elektronische Zigaretten.


Bild: IATA

Warum die vorhandene Kontrolle nicht ausreicht 

Der Verband weist darauf hin, dass die heutige Frachtkontrolle an Flughäfen auf die Abwehr von Anschlägen ausgelegt ist. Die eingesetzten Verfahren suchen vor allem nach Sprengstoffen und sind nicht darauf ausgerichtet, die ganze Bandbreite gefährlicher Güter zu erkennen. Eine Lithiumbatterie sieht im Durchleuchtungsbild aus wie ein gewöhnliches elektronisches Bauteil und fällt nur auf, wenn sie erkennbar von der Frachtpapierlage abweicht. Die Kontrolle am Flughafen sei deshalb eine Schicht der Absicherung, aber keine vollständige Lösung. 

Fünf Gruppen in der Verantwortung 

Das Papier verteilt die Verantwortung auf fünf Gruppen. Regierungen sollen Aufsicht und Vollzug stärken. Hersteller und Verkaufsplattformen im Internet sollen Produkte richtig kennzeichnen und vollständige Angaben liefern. Versender, Speditionen und Postdienste sollen ihr Personal schulen und Sendungen bereits vor Anlieferung am Flughafen bewerten. Fluggesellschaften und Abfertiger sollen die Prüfung vor dem Beladen verschärfen, Flughäfen den Austausch von Daten zwischen den Beteiligten verbessern. 

Der Verband vertritt nach eigenen Angaben über 370 Fluggesellschaften, auf die rund 85 Prozent des weltweiten Luftverkehrs entfallen. Der Anlass ist nicht neu: Brände in Frachträumen, die auf Lithiumbatterien zurückgeführt wurden, beschäftigen die Branche seit Jahren. Neu ist der Ansatz, die Verantwortung ausdrücklich auch bei Herstellern und Verkaufsplattformen anzusiedeln, über die solche Waren häufig in den Versand gelangen, ohne dass die abfertigenden Stellen von ihrem Inhalt wissen. 

Quelle: https://www.iata.org/en/pressroom/2026-releases/09-24-cargo-screening-alone-cannot-solve-undeclared-dangerous-goods-risk/  

(Diese Zusammenfassung wurde mithilfe von KI erstellt.)