Deutsches Unternehmen entwirft mit der ESA eine wiederverwendbare Rückkehrkapsel
Die Europäische Weltraumorganisation ESA und das deutsche Unternehmen ATMOS Space Cargo haben eine Konzeptstudie für das wiederverwendbare Raumfahrzeug Phoenix 3 abgeschlossen. Es soll Experimente in der Schwerelosigkeit ermöglichen und deren Ergebnisse anschließend zur Erde zurückbringen. Die ESA veröffentlichte die Studie am 18. August 2026.
Eine Woche im Konstruktionslabor
Erarbeitet wurde der Entwurf in der Concurrent Design Facility der ESA im niederländischen Noordwijk. Dort sitzen Fachleute für Antrieb, Struktur, Thermalhaushalt, Energieversorgung und Bahnmechanik gemeinsam in einem Raum und rechnen ihre Teilentwürfe unmittelbar gegeneinander. Was in getrennten Abteilungen Monate dauert, lässt sich so in wenigen Wochen zu einem abgestimmten Gesamtentwurf verdichten. Die untersuchte Referenzkonfiguration sieht eine niedrige Erdumlaufbahn in rund 350 Kilometern Höhe vor, eine Nutzlast von mehr als 1.000 Kilogramm und eine Einsatzdauer von mehreren Monaten bis zu einem Jahr. Das Fahrzeug besteht aus einem Servicemodul für Energieversorgung und Antrieb sowie einem unter Druck stehenden Nutzlastmodul, in dem Versuche unter erdähnlichen Bedingungen laufen können.
Aufblasbarer Bremsschirm statt Hitzeschildpanzer
Beim Rückflug muss das Fahrzeug die hohe Geschwindigkeit abbauen, mit der es aus der Umlaufbahn kommt. Statt eines massiven Hitzeschildes setzt ATMOS auf einen aufblasbaren Bremskörper, der sich vor dem Eintritt in die Atmosphäre entfaltet. Er vergrößert die angeströmte Fläche, wodurch das Fahrzeug früher und in dünnerer Luft abbremst. Die thermische Belastung fällt dadurch geringer aus, und es lässt sich Masse einsparen. Als nächster Schritt ist die Phase A vorgesehen, in der Aerodynamik und Thermalhaushalt genauer ausgelegt werden. Europa verfügt bislang über keine eigene Möglichkeit, Nutzlasten regelmäßig aus der Umlaufbahn zurückzuholen.
(Diese Zusammenfassung wurde mithilfe von KI erstellt.)

