21.09.2026 - Allgemein, Luftfahrt

Airbus baut ehemalige A380-Halle zur Tragflächenfertigung um

Airbus hat am 21. September 2026 angekündigt, 150 Millionen Pfund in seinen Standort Broughton in Wales zu investieren. Dort wird die Halle, in der bis zur Einstellung des Programms die Tragflächen des A380 gefertigt wurden, für den Bau von A321-Tragflächen hergerichtet. Vorgesehen sind sechs Fertigungsvorrichtungen, eine Ausrüstungslinie und eine Lackieranlage. Die Arbeiten sollen nach Angaben des Herstellers bis zum Ende des Jahres 2026 abgeschlossen sein.


Airbus

Mehr Platz für die Tragflächen des A321 

Hintergrund ist die Zusammensetzung des Auftragsbestands. Von den rund 7.500 offenen Bestellungen der A320-Familie entfallen nach Herstellerangaben etwa 75 Prozent auf den A321, die längste und schwerste Variante. Deren Tragfläche unterscheidet sich in Aufbau und Belastung von der des kürzeren A320 und beansprucht in der Fertigung mehr Platz und Zeit. Die frei gewordene Halle bietet dafür die nötigen Abmessungen, ohne dass ein Neubau erforderlich wäre. Der Umbau ist Teil des Vorhabens, die Auslieferungen der A320-Familie auf eine Rate von 75 Flugzeugen im Monat zu steigern. 

Beschäftigung an zwei britischen Standorten 

In Broughton arbeiten derzeit rund 6.000 Beschäftigte. Im Jahr 2026 kommen dort 480 Stellen hinzu, 250 davon in der umgebauten Halle. Parallel erweitert das Unternehmen sein Werk in Belfast, in dem die Tragflächen des A220 und Bauteile aus Faserverbundwerkstoffen entstehen. Nach Angaben des Leiters des Tragflächenbereichs startet oder landet weltweit alle zwei Sekunden ein Flugzeug der A320-Familie, dessen Tragflächen im Vereinigten Königreich entworfen und gebaut wurden. 

Für die europäische Luftfahrtindustrie ist der Vorgang vor allem ein Hinweis darauf, an welcher Stelle die Engpässe im Hochlauf liegen. Nicht die Endmontage, sondern die Zulieferung großer Strukturbauteile bestimmt derzeit das Tempo. Mit der Umnutzung vorhandener Hallen lässt sich Kapazität schneller schaffen als mit einem Neubau, weil Fundamente, Kranbahnen und Medienversorgung bereits auf große Bauteile ausgelegt sind. Ob die angestrebte Rate erreicht wird, hängt darüber hinaus von der Verfügbarkeit von Triebwerken und Kabinenausstattung ab. 

Quelle: https://www.airbus.com/en/newsroom/press-releases/2026-09-airbus-invests-into-uk-manufacturing-to-support-global-production-ramp-up  

(Diese Zusammenfassung wurde mithilfe von KI erstellt.)