Aachen Drone Development Initiative (ADDI)

Die Aachen Drone Development Initiative (ADDI) ist eine studentische Gruppe an der RWTH Aachen University. Ziel der Initiative ist es, unbemannte und teilweise autonome Fluggeräte wie Multicopter, Flugzeuge und Luftschiffe zu entwickeln, zu bauen und zu optimieren.

  • Discover: Jedes Projekt beginnt mit einer Idee – von ersten Konzepten bis hin zu konkreten Lösungsansätzen für technische Herausforderungen und Wettbewerbe.
  • Develop: In der Entwicklungsphase werden Systeme entworfen, gebaut und getestet. Dabei verbinden die Studierenden theoretisches Wissen mit praktischen Fähigkeiten.
  • Fly: Der Flug stellt die finale Phase dar: Hier zeigt sich, ob die entwickelten Systeme erfolgreich sind – sei es im Wettbewerb oder bei der Erfüllung einer Mission.
  • Wettbewerbe & Projekte: ADDI nimmt regelmäßig an internationalen Wettbewerben teil und realisiert vielfältige Projekte im Bereich der unbemannten Luftfahrt.

Als Teil von TechAachen e.V. ist ADDI Teil eines starken studentischen Netzwerks. Die Initiative steht für Offenheit, Vielfalt und ein respektvolles Miteinander.

Mehr Informationen auf der Webseite der ADDI


Aktuelles

DGLR-Nachwuchsgruppe ADDI

 

Internationale Projekte in der Coronakrise

Bevor das Wettbewerbsleben – und leider auch das Vereinsleben – durch die Coronapandemie auf ein Minimum zurückgefahren werden musste, konnte ein ADDI-Team im März 2020 am Smart Green Island Makeathon auf Gran Canaria teilnehmen. Mit dem Fokus auf die Themen Internet of Things (IoT) und Automation bestand die Aufgabe darin, eine Drohne zu entwickeln, die Waldbrände schnellstmöglich erkennen kann. Diese sollte als Frühwarnsystem implementiert werden. Im Herbst 2021 wurde dieses Projekt erneut auf Gran Canaria angeboten. Hierfür statteten die ADDI-Mitglieder eine VTOL-Drohne (Vertical Take-Off and Landing) mit Sensoren zur Waldbrandfrüherkennung aus und erprobten sie vor Ort.
Neben ihren Wettbewerbserfahrungen beteiligten sich die ADDI-Mitglieder auch direkt an der Lehre ihrer Universität. Dazu boten sie Anfang 2020 erstmalig einen Workshop für Studierende der RWTH Aachen an. Unter der Anleitung erfahrener Teammitglieder galt es, in Kleingruppen einen Quadrocopter zu entwerfen und zu bauen. Der Höhepunkt des Workshops war für alle die abschließenden Starts: Nach dem Lehrer-Schüler-Prinzip konnten die Teilnehmenden ihre Fähigkeiten unter Beweis stellen und ihre Quadrocopter eigenständig fliegen lassen.

Weitere Wettbewerbe und Makeathons fielen 2020 aufgrund der Coronapandemie aus. Dennoch konnte sich die ADDI mit dem Team der TU Graz in Österreich in einem freundschaftlichen Wettbewerb messen. Ursprünglich hätte es ein Aufeinandertreffen beim DBF-Contest 2020 geben sollen. So meisterten die Teams ihre Aufgaben im direkten Aufeinandertreffen, bei dem ein großes Banner und einige Passagierattrappen transportiert werden mussten.
Auf das DBF-Projekt folgte Anfang Juli 2022 die Air Cargo Challenge (ACC) in München. Dieser Wettbewerb bietet eine etwas andere Ausrichtung: Dabei kommt es mehr auf die Flugzeugkonstruktion sowie -performance an, weniger auf Entwicklung von Subsystemen. Ursprünglich sollte die ACC schon 2021 stattfinden, wurde jedoch um ein Jahr verschoben. Auf diesen Wettbewerb bereitet sich die ADDI in der ersten Jahreshälfte 2022 hauptsächlich vor – bis im Juli 2022 in München der ACC stattfindet. Für diesen Wettbewerb muss ein Transportflieger entwickelt werden, der eine möglichst gute Flugleistung erzielt. Dafür fand sich innerhalb der ADDI schnell ein motiviertes Team, das seitdem an Lösungen arbeitet. Unterschiedliche Gruppen befassen sich mit einzelnen Komponenten und Simulationen, die zur Entwicklung des Fliegers notwendig sind.

 

Ressourceneinsatz – effizient und vielseitig

Ein weiteres Projekt, das innerhalb der ADDI – bisher ohne Wettbewerbsbezug – vorangetrieben wird, ist das Projekt EnduranceWing. Die Studierenden forschen an einem Solarflieger, der ununterbrochen in der Luft bleiben kann. Ein erster Prototyp wurde bereits im Rahmen der IMAV entwickelt. Nun, da keine Wettbewerbsrestriktionen vorgegeben sind, wird das Konzept von Grund auf überarbeitet. Der Fokus soll auf Ressourceneffizienz gelegt werden. Dabei ist eine bessere Gewichtsverteilung im Vergleich zum Vormodell vorgesehen. Die grundlegende Ausführung ist dabei auf dem Konzept eines Nurflüglers aufgebaut. Dies ermöglicht gleichzeitig eine effiziente Verteilung der Solarzellen auf den Oberseiten der beiden Tragflächen. Außerdem wird parallel eine intelligente Ladereglung entwickelt, die auf den Anwendungsfall zugeschnitten ist.

Bei all ihren Projekten können die Studierenden auf verschiedene Ressourcen der RWTH Aachen zurückgreifen. Der sogenannte „Raum“, eine Werkstatt unweit des Universitäts-Hauptgebäudes, ist mit diversen 3D-Druckern und einer Elektronikwerkstatt ausgestattet. Außerdem steht dort eine eigenständig konstruierte und gebaute Fräse, die für viele verschiedene Strukturbauteile sowie für die Fertigung von Negativformen für Tragflächen verwendet wird. Zum Arbeiten mit Glas- und Kohlefasergewebe gibt es zusätzlich einen separaten Raum, um die empfindlichen Werkzeuge und Instrumente in der Werkstatt nicht zu verschmutzen. Der „Raum“ dient überdies als Treffpunkt der ADDI. Außerhalb der Klausurphasen treffen sich die Studierenden hier, um sich auszutauschen, zu diskutieren oder gemeinsam an Problemen zu tüfteln. Einmal im Monat gibt es einen offenen Stammtisch, um in geselliger Atmosphäre über etwas anderes als Flieger zu sprechen – und genau dann entstehen einige der besten Ideen.