27.08.2026 - Allgemein, DGLR, DGLR-Inforadar, Luftfahrt

Singapurs erstes eigenes Senkrechtstarter-Flugzeug fliegt in Cochstedt

Am Nationalen Erprobungszentrum für unbemannte Luftfahrtsysteme des Deutschen Zentrums für Luft- und Raumfahrt (DLR) in Cochstedt hat ein Team der Nanyang Technological University aus Singapur die erste Flugerprobungsphase seines Senkrechtstarters abgeschlossen. Die Hochschule berichtete darüber am 25. August 2026.


Bild: DLR

Zwei Größen, ein Antriebskonzept

Erprobt wurden zwei unbemannte Demonstratoren. Der größere hat eine Spannweite von acht Metern und erreichte nach Angaben der Hochschule mehr als 90 Meter Höhe. Der kleinere mit drei Metern Spannweite flog schneller als 120 Kilometer pro Stunde. Beide starten senkrecht mit elektrisch angetriebenen Rotoren an den Tragflächen und gehen anschließend in den Flächenflug über, angetrieben von einem Propeller am Heck. Der Übergang zwischen beiden Zuständen gilt als anspruchsvollster Teil solcher Muster, weil sich Auftrieb und Steuerbarkeit dabei grundlegend ändern. Die Hochschule hebt hervor, dass für den Vortrieb ein einzelner Motor genügt, während verbreitete Bauformen bis zu acht Rotoren verwenden.

Warum die Erprobung in Sachsen-Anhalt stattfand

Das Erprobungszentrum in Cochstedt entstand auf einem früheren Verkehrsflughafen. Es bietet gesperrten Luftraum, Start- und Landebahn sowie Messtechnik und ist damit einer der wenigen Orte in Europa, an denen sich unbemannte Luftfahrzeuge dieser Größe unter geordneten Bedingungen erproben lassen. Getestet wurden neben dem Flugverhalten auch die Steuerung außerhalb der Sichtweite und die Übergabe der Kontrolle zwischen einer Steuerstelle im Freien und einer im Gebäude während des Fluges. An dem Vorhaben wirkten nach Angaben der Hochschule Fachleute und Zulieferer aus elf Ländern mit, darunter das Deutsche Zentrum für Luft- und Raumfahrt sowie Unternehmen aus Singapur. Als nächster Schritt ist der Aufbau von Erfahrung in der Systemtechnik vorgesehen. Senkrechtstartende Elektroflugzeuge gelten als möglicher Baustein künftiger Verkehrsangebote in Ballungsräumen und für den Transport von Fracht über kurze Strecken. Bis zu einem Einsatz mit Personen an Bord sind allerdings noch Nachweise zur Zuverlässigkeit von Antrieb, Steuerung und Energieversorgung zu erbringen.

Quelle: https://www.ntu.edu.sg/news/detail/ntu-s-homegrown-electric-aircraft-takes-off-in-germany

(Diese Zusammenfassung wurde mithilfe von KI erstellt.)