Rover Idefix fliegt zu den Marsmonden
Die japanische Mission MMX zu den Marsmonden ist startbereit. An Bord fliegt der deutsch-französische Rover Idefix mit, der als erstes Fahrzeug überhaupt auf einem Marsmond aufsetzen soll. Das Deutsche Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR) meldete das am 31. August 2026.
Start im Oktober, Rückkehr 2031
Der Abflug ist für den 19. Oktober 2026 um 21:41 Uhr mitteleuropäischer Sommerzeit vom Raumfahrtzentrum Tanegashima vorgesehen, das Startfenster reicht bis zum 7. November. Als Träger dient eine Rakete des Typs H3 der japanischen Raumfahrtbehörde JAXA, die die Mission auch führt und die Sonde gebaut hat. Nach etwa einem Jahr Flugzeit erreicht MMX Ende 2027 den Mars. Vorgesehen sind die erste Landung auf dem Mond Phobos und die Rückkehr von Bodenproben zur Erde im Jahr 2031. Dahinter steht eine offene Frage der Planetenforschung: Sind Phobos und Deimos eingefangene Asteroiden, oder sind sie aus Trümmern entstanden, die ein Einschlag aus dem Mars herausgeschlagen hat? Beide Erklärungen führen zu unterschiedlichen Zusammensetzungen des Gesteins, weshalb sich die Frage an einer Probe entscheiden ließe.
Ein Rover von der Größe eines Getränkekastens
Idefix wiegt 25 Kilogramm und ist ungefähr so groß wie ein Getränkekasten. Er sitzt in Reiseposition zwischen den Landebeinen der Sonde und soll 2029 abgesetzt werden. Weil die Schwerkraft auf Phobos sehr gering ist, kommt er ohne eigenes Landegerät aus. Nach dem Absetzen richtet er sich selbständig auf, anschließend sind rund 100 Tage Betrieb auf der Oberfläche vorgesehen. Das Deutsche Zentrum für Luft- und Raumfahrt steuert das Fahrwerk mit Kohlefaserstruktur, das Aufricht- und Fortbewegungssystem sowie zwei Instrumente bei. Ein Raman-Spektrometer bestimmt Minerale daran, wie Licht an den Schwingungen der Moleküle gestreut wird. Ein Radiometer misst die Wärmeabstrahlung der Oberfläche und lässt Rückschlüsse auf Korngröße und Festigkeit des Bodens zu. Die französische Raumfahrtagentur CNES liefert die Kamerasysteme, die Untersuchung der mechanischen Bodeneigenschaften sowie Elektronik und Energieversorgung. Auf deutscher Seite sind sechs Einrichtungen beteiligt, die Federführung liegt beim Institut für Robotik und Mechatronik. Betrieben wird der Rover aus zwei Kontrollzentren, in Toulouse und in Köln.
(Diese Zusammenfassung wurde mithilfe von KI erstellt.)

