31.03.2026 - Allgemein, Raumfahrt

Neue ESA-CubeSats testen Datenübertragung im All

Mehrere von der Europäischen Weltraumorganisation ESA unterstützte CubeSats haben erfolgreich den Orbit erreicht, um neue Technologien für die Datenübertragung und -verarbeitung im All zu testen. Im Fokus stehen vor allem Laserkommunikation und effizientere Datenverarbeitung direkt im Orbit.


Symbolbild: ESA

Mehrere Kleinsatellitenmissionen mit Unterstützung der Europäischen Weltraumorganisation ESA haben erfolgreich den Orbit erreicht. Der Start erfolgte an Bord einer Falcon 9-Rakete im Rahmen der Transporter-16-Mission. Insgesamt wurden acht CubeSats sowie eine zusätzliche Nutzlast ins All gebracht, die neue Technologien zur Datenübertragung und -verarbeitung demonstrieren sollen.

Im Mittelpunkt steht die Frage, wie die stetig wachsenden Datenmengen im All effizienter bewältigt werden können. Bislang erfolgt die Kommunikation zwischen Satelliten und Erde überwiegend über Funkfrequenzen – ein begrenztes Gut. Die neuen Missionen setzen daher verstärkt auf Laserkommunikation, die höhere Datenraten und mehr Sicherheit verspricht. Ergänzend werden Systeme getestet, die Daten direkt im Orbit verarbeiten, um unnötige Übertragungen zu vermeiden und Informationen schneller bereitzustellen. Ziel ist es, Anwendungen wie Erdbeobachtung, Navigation oder Katastrophenhilfe künftig zuverlässiger und in nahezu Echtzeit zu unterstützen.

Vor diesem Hintergrund erproben verschiedene Satelliten konkrete Technologien und Anwendungen.
Ein Beispiel ist der CubeSat OptiSat, betrieben vom Unternehmen Planetek Hellas. Er testet ein Laserkommunikationssystem, das sichere und schnelle Verbindungen zwischen Satelliten ermöglichen soll. Der Satellit PeakSat, entwickelt an der Aristotle University of Thessaloniki, untersucht die Kommunikation zwischen Weltraum und Bodenstationen mittels Lasertechnik. Dabei geht es insbesondere um die praktische Umsetzbarkeit optischer Verbindungen im Zusammenspiel mit bestehenden Infrastrukturen. Ein weiteres Beispiel ist die Mission VIREON™ des Unternehmens AAC Clyde Space. Zwei größere CubeSats liefern Erdbeobachtungsdaten, etwa für Landwirtschaft und Umweltmonitoring, und sollen zeigen, wie sich hochauflösende Bilder nahezu in Echtzeit übertragen lassen.

Gemeinsam liefern diese und weitere Missionen wichtige Erkenntnisse für künftige Satellitennetzwerke, die Daten schneller, effizienter und flexibler verarbeiten und weiterleiten können.

Quelle (Englisch): https://www.esa.int/Applications/Connectivity_and_Secure_Communications/Seven_missions_launched_to_test_optimised_data_transfer_from_space