Kleinsatellit stellt erste optische Verbindung Griechenlands zum Boden her
Der Kleinsatellit ERMIS-3 hat eine optische Verbindung zu einer Bodenstation in Griechenland hergestellt. Die Europäische Weltraumorganisation ESA teilte dies am 2. November 2026 mit. Es ist nach ihren Angaben die erste optische Verbindung zwischen einer griechischen Bodenstation und einem Satelliten in einer erdnahen Umlaufbahn. Der Satellit stammt von der Nationalen und Kapodistrias-Universität Athen und gehört zur Klasse der CubeSats, die aus genormten Einheiten von zehn Zentimetern Kantenlänge aufgebaut sind. ERMIS-3 besteht aus acht solchen Einheiten.
Daten über einen Laserstrahl
Bei einer optischen Verbindung überträgt ein Satellit seine Daten nicht über Funk, sondern über einen gebündelten Laserstrahl. Der Vorteil liegt in der höheren Datenrate bei kleinerer Antenne und geringerem Stromverbrauch, außerdem lässt sich ein eng gebündelter Strahl schwerer stören oder abhören. Der Aufwand liegt in der Ausrichtung: Satellit und Bodenstation müssen einander auf Bruchteile eines Grades genau treffen, während der Satellit mit mehreren Kilometern pro Sekunde über den Himmel zieht. Wolken unterbrechen die Verbindung vollständig, weshalb solche Stationen an Orten mit vielen klaren Nächten stehen. Optische Verbindungen gelten als ein Weg, die wachsenden Datenmengen aus der Erdbeobachtung zum Boden zu bringen, weil die für Funk verfügbaren Frequenzbereiche begrenzt und stark belegt sind.
Beteiligte und Hintergrund
Das optische Terminal mit der Bezeichnung ATLAS-1 stammt von dem litauischen Unternehmen Astrolight. Die Bodenstation HolOGS-1 betreibt die Aristoteles-Universität Thessaloniki. ERMIS-3 war am 30. März 2026 gemeinsam mit ERMIS-1 und ERMIS-2 gestartet worden. Die drei Satelliten gehören zum griechischen nationalen Raumfahrtprogramm, das die Europäische Weltraumorganisation umsetzt.
Als wissenschaftliche Leiter der Mission werden Vaios Lappas und Antonis Paschalis genannt, die Arbeiten an der Bodenstation verantwortet Kleomenis Tsiganis. Auf Seiten der Europäischen Weltraumorganisation begleitet Frederic Rouesnel das Vorhaben.
(Diese Zusammenfassung wurde mithilfe von KI erstellt.)

