02.10.2026 - Allgemein, Raumfahrt

Forschungssatellit ATHENE-1 der Universität der Bundeswehr München im Orbit

Der Technologiedemonstrator ATHENE-1 hat seine Umlaufbahn erreicht. Gestartet ist der Satellit am 1. Oktober, um 20:32 Uhr MESZ von der Vandenberg Space Force Base in Kalifornien mit einer Rakete vom Typ Falcon 9. ATHENE-1 ist das Herzstück des Forschungsvorhabens SeRANIS unter Federführung der Universität der Bundeswehr München, finanziert aus dem Zentrum für Digitalisierungs- und Technologieforschung der Bundeswehr.


Bild: OHB

Eine Plattform, viele Experimente

Der Satellit wiegt knapp 300 Kilogramm und beruht auf der modularen Plattform Triton-X Heavy der OHB-Tochter LuxSpace, die von der Europäischen Weltraumorganisation ESA qualifiziert wurde. An Bord sind 15 Nutzlasten, mit denen 22 Experimente durchgeführt werden sollen. Die Schwerpunkte liegen auf Satellitenkommunikation und Vernetzung, auf Aufklärung und Sensorik, auf Navigation sowie auf der Verarbeitung von Daten an Bord mit Verfahren der künstlichen Intelligenz. Ein Teil der Funktionen ist softwaredefiniert, lässt sich also im Betrieb umprogrammieren, ohne dass Bauteile getauscht werden müssten.

Arbeitsteilung zwischen Hochschule, Industrie und DLR

Die Nutzlast entwickelte die Universität der Bundeswehr München, zusammengebaut wurde der Satellit am OHB-Standort Oberpfaffenhofen. Die Startkampagne führte OHB Orbital Access durch. Den Bodenbetrieb mit Telemetrie, Kommandierung und Steuerung übernimmt das Raumfahrtkontrollzentrum des Deutschen Zentrums für Luft- und Raumfahrt (DLR) in Oberpfaffenhofen.

Ein Schwerpunkt der Experimente liegt darauf, Störungen von Satellitensignalen zu erkennen, zu orten und ihnen zu begegnen. Das Thema hat an Bedeutung gewonnen, weil Störsender die Satellitennavigation in mehreren Regionen beeinträchtigen und davon auch die zivile Luftfahrt und die Schifffahrt betroffen sind. Die Mission ist auf mehrere Jahre angelegt. Zunächst folgen die Inbetriebnahme und die Prüfung der Systeme, bevor die Experimente beginnen. Nach Angaben des Projektinitiators Andreas Knopp von der Universität der Bundeswehr München wird mit dem Start eine langjährige Planung zur Wirklichkeit.

Quelle: https://www.ohb.de/aktuelles/technologiedemonstrator-athene-1-erfolgreich-gestartet

 (Diese Zusammenfassung wurde mithilfe von KI erstellt.)