Airbus präsentiert seine Zahlen für das erste Quartal 2026
Airbus hat seine Zahlen für das erste Quartal 2026 veröffentlicht. Demnach hat das Unternehmen wegen geringerer Flugzeugauslieferungen deutlich weniger Gewinn und Umsatz erzielt, während das Verteidigungs- und Raumfahrtgeschäft zulegen konnte. Trotz Lieferkettenproblemen und geopolitischer Unsicherheiten hält der Konzern an seinen Jahreszielen fest.
Der europäische Luft- und Raumfahrtkonzern Airbus SE hat im ersten Quartal 2026 einen Rückgang bei Umsatz und Ergebnis verzeichnet. Die Erlöse sanken im Jahresvergleich um sieben Prozent auf 12,7 Milliarden Euro, während der bereinigte operative Gewinn auf 300 Millionen Euro zurückging. Der bereinigte operative Gewinn bezeichnet eine Kennzahl, bei dem einmalige oder außergewöhnliche Sondereffekte aus dem Gewinn herausgerechnet wurden. Auch der Nettogewinn lag mit 586 Millionen Euro unter dem Vorjahreswert. Hintergrund ist vor allem die geringere Zahl an ausgelieferten Verkehrsflugzeugen: Mit 114 Maschinen wurden deutlich weniger Jets übergeben als ein Jahr zuvor.
Unterschiedliche Entwicklung in den Sparten
Während das zivile Flugzeuggeschäft unter Druck stand, entwickelte sich insbesondere der Verteidigungs- und Raumfahrtbereich positiv. Die Einnahmen in diesem Segment stiegen um sieben Prozent auf 2,8 Milliarden Euro, der operative Gewinn legte deutlich auf 130 Millionen Euro zu. Auch der Auftragseingang zog an: Insgesamt verbuchte Airbus 408 Bruttobestellungen für Verkehrsflugzeuge, der Auftragsbestand erreichte 9.037 Maschinen. Belastend wirkten hingegen Engpässe bei Triebwerken von Pratt & Whitney, die den Produktionshochlauf verzögern. Zudem sank der Umsatz im zivilen Flugzeuggeschäft um elf Prozent auf 8,4 Milliarden Euro.
Ausblick bleibt trotz Unsicherheiten stabil
Vor diesem Hintergrund hält Airbus an seinen Jahreszielen fest. Für 2026 plant der Konzern weiterhin rund 870 Flugzeugauslieferungen sowie ein bereinigtes operatives Ergebnis von etwa 7,5 Milliarden Euro und einen freien Cashflow von rund 4,5 Milliarden Euro. Der freie Cashflow ist sind dabei die finanziellen Mittel, die einem Unternehmen nach Abzug aller operativen Ausgaben und Investitionen zur Verfügung steht. Gleichzeitig bleibt das Umfeld laut Unternehmensführung angespannt – unter anderem wegen geopolitischer Entwicklungen und anhaltender Herausforderungen in den Lieferketten. Der freie Cashflow fiel im ersten Quartal mit minus 2,4 Milliarden Euro deutlich negativ aus, was Airbus vor allem auf den niedrigen Auslieferungsstand und den geplanten Aufbau von Lagerbeständen zurückführt. Dennoch sieht sich der Konzern auf Kurs, die Produktion schrittweise zu steigern und die Nachfrage in den kommenden Jahren zu bedienen.
Quelle (Englisch): https://www.airbus.com/en/newsroom/press-releases/2026-04-airbus-reports-first-quarter-q1-2026-results

