Airbus bringt digitale Technologie in die Brandbekämpfung
Airbus hat einen in seiner Art ersten Test im Bereich der Waldbrandbekämpfung erfolgreich abgeschlossen. Durch die Vernetzung von Flugzeugen, Hubschraubern, Drohnen und Bodenpersonal hat Airbus gezeigt, dass äußerst präzise Wasserabwürfe möglich sind. Dadurch könnte die Zeit zwischen der Erkennung eines Brandes und dessen Löschung erheblich verkürzt werden.
Für den Test wurden umfangreiche Ressourcen mobilisiert, darunter der Hubschrauber Airbus H130 FlightLab, zwei Flugzeuge – ein ATR 72-Testflugzeug und ein Cirrus SR20-Leichtflugzeug –, vier Drohnen, darunter eine Airbus Aliaca, sowie drei Lastwagen des Feuerwehr- und Rettungsdienstes des Departements Gard (SDIS 30) zur Datenerfassung und -verarbeitung. Um das gesamte System miteinander zu vernetzen, richtete Airbus in dem Gebiet eine lokale private Mobilfunk-Bubble ein, die mit Agnet verbunden war, der von Airbus für Sicherheits- und Rettungsdienste entwickelten missionskritischen Kommunikationslösung.
Diese Tests wurden von Airbus und seinen Partnern im Militärlager Les Garrigues in Nîmes (Frankreich) durchgeführt, basierend auf Szenarien, die gemeinsam mit den Departementsfeuerwehren (SDIS) sowie der Entente Valabre entwickelt wurden – einer vom französischen Innenministerium beauftragten öffentlichen Einrichtung, die für die Bewertung von Waldbrandbekämpfungsausrüstung sowie für die Schulung von Personal in Frankreich und im Ausland zuständig ist und als internationale Autorität anerkannt ist.
In diesen Szenarien nahmen zwei Drohnen und das Leichtflugzeug Bilder des Brandgebiets auf, darunter auch Infrarotaufnahmen, und übertrugen diese in Echtzeit an Airbus
Server, die mit einer Kommandozentrale an Bord eines Bodenfahrzeugs verbunden waren. Die Bilder wurden analysiert, geolokalisiert und mit Daten – darunter Satellitenbilder – zusammengeführt, wobei das Gelände, die von einer Drohne gemessene Windstärke und -richtung sowie die Position der Feuerwehrleute am Boden berücksichtigt wurden. Datenverarbeitungssysteme mit KI erzeugten einen umfassenden Überblick über die taktische Lage am Boden und in der Luft und ermöglichten die Übermittlung von Flugwegen und Wasserabwurfpunkten an den mit einem Präzisions-Wasserabwurf-Assistenzsystem ausgestatteten Hubschrauber sowie an die ATR72, die einen Löschflugzeug simulierte.
Dieser erste Test, der erstmals auf der großen jährlichen Aerial Firefighting Conference & Exhibition vorgestellt wurde, die vom 24. bis 26. März 2026 in Rom stattfand, markiert einen Meilenstein in den Bemühungen von Airbus, eine Testumgebung und ein umfassendes Ökosystem zur Bekämpfung von Waldbränden zu entwickeln.
Diese Lösungspalette umfasst Luftfahrzeuge wie den A400M mit seiner Brandbekämpfungsausrüstung, mit Wassereimern ausgestattete Hubschrauber, Aufklärungsdrohnen sowie nun auch Lösungen, die derzeit integriert werden, um dank Kommunikations- und Datenverarbeitungssystemen die Koordination zwischen Boden- und Luftbesatzungen zu vernetzen und deren Effizienz deutlich zu steigern.
Quelle (Englisch): https://www.airbus.com/en/newsroom/press-releases/2026-03-airbus-brings-digital-technology-to-firefighting

