Nachfrage von Unternehmen könnte den Markt für nachhaltigen Flugkraftstoff tragen
Der Weltluftfahrtverband IATA hat am 14. Oktober 2026 gemeinsam mit Airbus und dem Beratungsunternehmen Accenture eine Untersuchung zum Markt für Umweltattributzertifikate bei nachhaltigem Flugkraftstoff vorgelegt. Solche Zertifikate trennen die Umwelteigenschaft des Kraftstoffs von seiner physischen Lieferung. Ein Unternehmen kann die Minderung also erwerben, auch wenn der Kraftstoff an einem anderen Flughafen getankt wird. Der Fachbegriff dafür lautet Book and Claim.
Die Größenordnungen
Nach der Untersuchung könnten Käufe von Unternehmen bis 2030 zwischen einer und 1,9 Millionen Tonnen nachhaltigen Flugkraftstoff tragen. Im Jahr 2024 waren es nach Schätzung der Beteiligten rund 323.000 Tonnen. Zum Vergleich: Für 2026 wird eine weltweite Produktion von 2,4 Millionen Tonnen erwartet, was 0,8 Prozent des gesamten Kerosinverbrauchs entspricht. Der Kraftstoff kostet zwei- bis dreimal so viel wie herkömmliches Kerosin. Die Zertifikate liegen bei 150 bis 500 US-Dollar je Tonne vermiedenem Kohlendioxid, während befragte Unternehmen eine Zahlungsbereitschaft von etwa 300 US-Dollar angeben. Rund 15 Prozent der befragten Unternehmen kaufen bereits, etwa 53 Prozent der Käufe entfallen bislang auf Fluggesellschaften selbst.
Drei genannte Hürden
Die Untersuchung nennt drei Hemmnisse. Erstens fehlten einheitliche Regeln, nach denen sich eine gekaufte Minderung in der Treibhausgasbilanz eines Unternehmens anrechnen lässt. Zweitens brauche es durchgängige Nachverfolgungssysteme, die eine Doppelzählung ausschließen. Drittens seien die Kaufwege zu aufwendig, mit hohen Mindestmengen und langen Vertragslaufzeiten.
Methodische Angaben zur Befragung, etwa Stichprobengröße und Zeitraum, enthält die Mitteilung nicht; sie verweist auf den vollständigen Bericht. Die Beteiligten geben die Ergebnisse als Grundlage für ihre Forderung an, die Rahmenbedingungen zu vereinheitlichen. Für die Luftfahrt ist die Frage deshalb von Gewicht, weil nachhaltiger Flugkraftstoff als der Hebel gilt, der sich am schnellsten auf die bestehende Flotte anwenden lässt: Die Triebwerke heutiger Verkehrsflugzeuge sind für Beimischungen zugelassen, während neue Antriebe erst entwickelt und zugelassen werden müssen. Die Menge bleibt dennoch der Engpass.
(Diese Zusammenfassung wurde mithilfe von KI erstellt.)

