Airbus steigert Umsatz und Auslieferungen im ersten Halbjahr 2026
Airbus meldet für das erste Halbjahr 2026 mehr Auslieferungen, deutlich höhere Umsätze und ein gestiegenes operatives Ergebnis, getragen von der Verkehrsflugzeugsparte und einem starken Rüstungs- und Raumfahrtgeschäft. Der Konzern hält an seiner bisherigen Jahresprognose fest.
Der Flugzeughersteller Airbus hat seine Geschäftszahlen für das erste Halbjahr 2026 vorgelegt. Der Konzern verzeichnet einen deutlichen Umsatzanstieg und bekräftigt seine Jahresprognose. Vorstandschef Guillaume Faury führt die guten Ergebnisse vor allem auf mehr ausgelieferte Flugzeuge und eine starke Entwicklung im Rüstungs- und Raumfahrtgeschäft zurück.
Mehr Auslieferungen und starke Nachfrage prägen das Halbjahr
Airbus hat im ersten Halbjahr 351 Verkehrsflugzeuge an Kundinnen und Kunden übergeben, deutlich mehr als im Vorjahreszeitraum. Der Umsatz des Konzerns stieg im Vergleich zum ersten Halbjahr 2025 zweistellig. Besonders das Geschäft mit zivilen Verkehrsflugzeugen legte kräftig zu, getragen von den höheren Auslieferungszahlen und einem wachsenden Servicegeschäft. Der schwächere US-Dollar dämpfte diesen Effekt allerdings etwas.
Auch die Sparte Airbus Defence and Space, die Rüstungsgüter und Raumfahrttechnik entwickelt, verzeichnete ein starkes Neugeschäft. Der Wert neuer Bestellungen verdoppelte sich fast gegenüber dem Vorjahreszeitraum. Die Hubschraubersparte Airbus Helicopters lieferte ebenfalls mehr Maschinen aus, der Umsatz blieb dort aber wegen einer weniger günstigen Zusammensetzung der ausgelieferten Modelle nahezu unverändert.
Solide Gewinnentwicklung trotz negativem Zahlungsfluss
Beim bereinigten operativen Ergebnis, das Sondereffekte wie Wechselkursschwankungen oder Rückstellungen aus dem Ergebnis herausrechnet, um die eigentliche Geschäftsentwicklung sichtbar zu machen, verzeichnete Airbus ebenfalls ein deutliches Plus. Dazu trugen sowohl das Verkehrsflugzeuggeschäft als auch die Verteidigungs- und Raumfahrtsparte bei, letztere unter anderem dank günstigerer Kostenentwicklung und höherer Profitabilität. Das ausgewiesene operative Ergebnis, das im Gegensatz zur bereinigten Kennzahl auch Sondereffekte einschließt, lag sogar noch höher als im Vorjahr. Unter dem Strich blieb Airbus deutlich mehr Gewinn als im ersten Halbjahr 2025, auch der Gewinn je Aktie stieg entsprechend an.
Der freie Mittelzufluss ohne Berücksichtigung der Kundenfinanzierung blieb dagegen negativ, verbesserte sich aber gegenüber dem Vorjahreszeitraum. Airbus begründet den Abfluss vor allem mit einem geplanten Aufbau von Lagerbeständen, mit dem sich der Konzern auf die weitere Steigerung seiner Produktionsraten vorbereitet. Bei den laufenden Produktionsprogrammen hält Airbus an seinen bisherigen Zielen fest, etwa an den geplanten monatlichen Fertigungsraten für die A320-Familie und das A350-Programm.
Angesichts dieser Entwicklung bekräftigt Airbus seine bisherige Prognose für das Gesamtjahr 2026 unverändert. Der Konzern rechnet weiterhin mit rund 870 ausgelieferten Verkehrsflugzeugen, einem bereinigten operativen Ergebnis von etwa 7,5 Milliarden Euro und einem freien Mittelzufluss vor Kundenfinanzierungen von rund 4,5 Milliarden Euro. Voraussetzung dafür ist laut Airbus, dass es zu keinen weiteren größeren Störungen im Welthandel, in den Lieferketten oder im eigenen Betrieb kommt.
Quelle (Englisch): https://www.airbus.com/en/newsroom/press-releases/2026-07-airbus-reports-half-year-h1-2026-results

