Projekte der DGLR-Nachwuchsgruppen KSat und Akamodell Stuttgart werden vom Land gefördert
Im Rahmen der Luft- und Raumfahrtstrategie des Landes Baden-Württemberg (THE Aerospace LÄND) hat das Ministerium für Wissenschaft, Forschung und Kunst Baden-Württemberg die Zukunftsoffensive Luft- und Raumfahrt 2050 ins Leben gerufen. Ein Teil dieser Förderung soll den studentischen Gruppen im Land für größere Projekte zugutekommen. Insgesamt werden bis 2027 1,5 Millionen Euro für die Nachwuchsgruppen zur Verfügung gestellt.
Ein Auswahlgremium hat im Januar 2025 sieben Projekte ausgewählt – mit dabei sind auch die DGLR-Nachwuchsgruppen KSat und Akamodell Stuttgart. Zu den weiteren geförderten Gruppen gehören: Akademische Fliegergruppe am Karlsruher Institut für Technologie e. V. (Akaflieg), Autonomous Robotics Team University of Stuttgart e. V. (ARTUS), Hybrid Engine Development e. V. (HyEnD) der Universität Stuttgart, Akademische Fliegergruppe Stuttgart e. V. (Akaflieg Stuttgart) und Aerospace Lab e. V. der Universität Stuttgart.
Source 2: KSat baut CubeSat
Die Studentische Kleinsatellitengruppe der Universität Stuttgart e. V., besser bekannt als KSat, wird in der Laufzeit 2025 bis 2027 den CubeSat SOURCE-2 entwickeln, verifizieren und bauen. Die beantragten Mittel sollen darüber hinaus auch für Bildungs- und Öffentlichkeitsarbeit zur Förderung von Raumfahrt und MINT-Fächern eingesetzt werden. SOURCE-2 ermöglicht eine praxisnahe Ausbildung und Forschung in der Raumfahrttechnik. Das Projekt beinhaltet innovative Technologien wie das DETECT-Experiment zur Objekterkennung im Orbit, den Einsatz eines E-Ink-Displays für Marker-Tracking und die Weiterentwicklung des PETRUS-
Ionenantriebs für Orbitmanöver. Zudem wird erstmals die Ferrowheels-Technologie zur Lageregelung eines Satelliten getestet, und in Zusammenarbeit mit Schülerinnen und Schülern werden nachhaltige 3D-Druck- Komponenten aus recyceltem Kunststoff entwickelt. Innerhalb des Projekts arbeiten die Studierenden mit nationalen und internationalen Partnern zusammen, darunter das Deutsche Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR), SeeSat e. V., die Universität Tokio und die Hochschule Aalen.
Innovation durch Wettbewerb:
Akamodell Stuttgart:
Beim Projekt Innovation durch Wettbewerb: Zukunftsprojekt Studentische Luftfahrt plant die Akamodell Stuttgart die Teilnahme an internationalen Modellflugwettbewerben sowie die Ausrichtung der Air Cargo Challenge 2026 (ACC) in Stuttgart. Studierende sollen so praxisnah in den Bereichen Flugzeugentwurf, Aerodynamik, Konstruktion und Projektmanagement ausgebildet werden. Ebenso liegt der Fokus auf der Förderung des Erfahrungsaustauschs mit internationalen Universitäten. Durch die erstmalige Teilnahme an der BMFA Payload Challenge (2025, England) und der Design Build and Fly Challenge (2026, USA) soll die internationale Präsenz der Universität Stuttgart im UAV-Bereich gestärkt werden. Die beantragten Mittel werden für die Materialbeschaffung, Reisekosten und die Organisation der Wettbewerbe eingesetzt, wobei die ACC 2026 eine Plattform zur Nachwuchsförderung und Sichtbarkeit der Luft- und Raumfahrttechnik bietet. Das Projekt
wird bis 2027 gefördert.
Am 24. Mai 2025 werden die sieben geförderten Teams im Rahmen des Tags der Wissenschaft an der Uni Stuttgart kurze Vorträge über ihre Projekte halten.

