DGLR-News Meldung

01.10.2019 - Rubrik: DGLR-Presseservice, Politik/Gesellschaft

Neue DGLR-Nachwuchsgruppe „TUDSaT“ entwickelt Satelliten und Experimentalraketen

Die Deutsche Gesellschaft für Luft- und Raumfahrt (DGLR) begrüßt eine neue Nachwuchsgruppe: Die TU Darmstadt Space Technology e.V. (TUDSaT) ist eine Gruppe von knapp 100 Studierenden der Technischen Universität Darmstadt mit einer Begeisterung für die Raumfahrt. Gemeinsam arbeiten sie an interdisziplinären Projekten wie der Entwicklung von Kleinsatelliten (CubeSats) und Experimentalraketen, um schon während des Studiums Raumfahrt hautnah zu erleben.

Bild: DGLR

„Wir freuen uns sehr, die Gruppe TUDSaT als offizielle DGLR-Nachwuchsgruppe begrüßen zu dürfen“, sagt DGLR-Präsident Prof. Rolf Henke. „Mit ihrer interdisziplinären Forschung stärkt die Gruppe nicht nur die wissenschaftliche Arbeit an der TU Darmstadt, sondern leistet auch einen wertvollen Beitrag für die Zukunft der Luft- und Raumfahrt in Deutschland.“

Mit ihren Nachwuchsgruppen unterstützt die DGLR die Ausbildung des wissenschaftlichen Nachwuchses an Universitäten, Hochschulen, Fachhochschulen und anderen Institutionen. Die DGLR-Nachwuchsgruppen profitieren unter anderem von finanzieller Förderung und haben die Möglichkeit, ihre Projekte bei Veranstaltungen wie dem Deutschen Luft- und Raumfahrtkongress (DLRK) zu präsentieren.

Bei TUDSat treffen sich regelmäßig Studierende verschiedenster Fachrichtungen. „Ob angehende Ingenieure, Designer, Physiker, Architekten – unsere Mitglieder tragen ihr unterschiedliches Wissen und ihre Expertise zu den geplanten Projekten bei. Das ist unsere Stärke“, sagt der Vorsitzende von TUDSaT, Robert Bruns. Seit ihrer Gründung im August 2016 – damals noch unter dem Namen TU Darmstadt Satelliten Team – entwickelt und baut die Gruppe Raumfahrtsysteme und organisiert Vorträge und Exkursionen. „Unser Ziel ist es, den Schwerpunkt Raumfahrt an der TU Darmstadt zu vertiefen und Kontakt zu Industrie und Forschung aufzubauen“, so Bruns.

Eines der Projekte von TUDSaT ist die Entwicklung eines eigenen CubeSats – von den ersten Entwürfen bis zur Fertigung, Integration und Verifizierung. Dabei verfolgt die Gruppe den Open-Source-Ansatz: Um den Austausch untereinander zu vereinfachen, hat sie eine offene CubeSat-Plattform geschaffen, auf der Hochschulgruppen oder Studierende verschiedener Universitäten ihre Missionen aufbauen können. „Das Besondere an unserem CubeSat ist eine neue Antennentechnologie, mit der höhere Datenraten für die Kommunikation mit dem Kleinsatelliten möglich sind“, erklärt Bruns. Ab Ende 2022 soll die Technik dann erstmals im Weltraum getestet werden.

Neben der Arbeit am CubeSat entwickelt und baut die Gruppe eigene Experimentalraketen. Die „Athena 1“ soll von einem eigens entwickelten Flüssigtreibstoff-Raketentriebwerk angetrieben werden. Langfristiges Ziel ist es, den europäischen Höhenrekord für studentisch entwickelte Raketen zu brechen. Dieser liegt derzeit bei 32 Kilometern.

Mit Projekten wie diesen haben die Studierenden die Gelegenheit, ihr im Studium erlangtes Wissen in der Praxis anzuwenden. Um ihre Ergebnisse zu präsentieren und aktuelle Themen in der Raumfahrt zu diskutieren, organisiert die Gruppe zudem verschiedene Veranstaltungen wie zum Beispiel die Vortragsreihe „Space@TU Darmstadt“, die sie zusammen mit dem Institut für Flugsysteme und Regelungstechnik der TU Darmstadt und der Europäischen Weltraumorganisation ESA veranstaltet.

Interessierte Studierende der TU Darmstadt lädt die Gruppe ein, zu einer der Veranstaltungen zu kommen oder sich unter launch(at)tudsat.space zu melden. Weitere Informationen gibt es auf der Webseite der Gruppe unter www.tudsat.space

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Die Deutsche Gesellschaft für Luft- und Raumfahrt – Lilienthal-Oberth e.V. (DGLR) ist die älteste Institution in der Bundesrepublik Deutschland, die allen, die sich privat oder beruflich mit Luft- und Raumfahrt beschäftigen, ein gemeinsames Forum bietet. Hier vernetzt sich das Wissen der Luft- und Raumfahrt, aktuelle Projekte und Entwicklungen werden vorgestellt und gute Ideen gefördert und honoriert.

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