DGLR-News Meldung

02.05.2018 - Rubrik: DGLR-Presseservice, Politik/Gesellschaft

ILA unter Druck – DGLR spricht sich für das Fortbestehen der Luft- und Raumfahrtmesse aus

250.000 Quadratmeter Ausstellungsfläche, rund 1.100 Aussteller, 180.000 Besucher: Die Zahlen der diesjährigen ILA Berlin belegen eine sehr erfolgreiche Messe. Vom 25. bis 29. April stand Deutschlands größte Luft- und Raumfahrtmesse Fach- und Privatbesuchern offen. Dabei wagten die Veranstalter, der Bundesverband der Deutschen Luft- und Raumfahrtindustrie (BDLI) und die Messe Berlin, zum ersten Mal einen neuen Ansatz. Die älteste Luft- und Raumfahrtausstellung der Welt erhielt einen neuen Schwerpunkt auf Technologien und Innovationen. Schon seit einigen Jahren arbeitet die ILA Berlin an ihrem Fortbestehen. Finanzielle Gründe, die angekündigte Fertigstellung des Flughafens Berlin-Brandenburg (BER) und die Konkurrenz durch andere europäische Luft- und Raumfahrtmessen werfen immer wieder Fragen und Probleme zur Zukunft der Messe auf. Die Deutsche Gesellschaft für Luft- und Raumfahrt (DGLR) spricht sich klar für ein Fortbestehen der ILA Berlin aus.

Bild: Messe Berlin

„Wir dürfen die ILA nicht permanent unter Druck setzen“, sagt DGLR-Präsident Prof. Rolf Henke. „Wenn wir ständig hinterfragen, ob sich die ILA international behaupten kann, ob sie in Berlin weiter stattfinden kann oder ob sie finanziell zu stemmen ist, können wir sie wirklich irgendwann absetzen. Wenn wir aber sagen, 'Wir möchten eine ILA', dann können wir auch eine ILA machen.“

Ein großer Diskussionspunkt um die Zukunft der ILA in Berlin ist die Fertigstellung des Flughafens BER, der an das ExpoCenter Airport grenzt. Ob eine Messe inklusive Flugshow während des Betriebs des Flughafens in Berlin tatsächlich nicht mehr möglich ist, müsste noch einmal untersucht werden. Sollte das der Fall sein, muss ein neuer Standort gefunden werden. Denn für Henke steht fest: „Der ILA würde ohne Flugshow ein zentrales Element fehlen. Die Flugshow macht die ILA aus. Seit meiner Schulzeit übt sie eine Faszination auf mich aus, die bis heute andauert. Ich bin mir sicher, den meisten Besuchern geht es genauso.“

Der neue Schwerpunkt auf Innovationen und Technologien zeigte sich auf der Messe in einem größeren Konferenzprogramm und dem ILA Future Lab. Ein weiteres wichtiges Element war der erste Berlin Aviation Summit, der am Vortag der ILA in Berlin stattfand. Die gemeinsame Veranstaltung des BDLI und des Deutschen Zentrums für Luft- und Raumfahrt (DLR), organisiert von der DGLR, brachte viele hochkarätige internationale Podiumsgäste und Teilnehmer zusammen, die über die Zukunft der Luftfahrt diskutierten.

Diese neuen Bausteine sind ein erster Schritt, die ILA zur Innovationsmesse zu machen und lassen sich zukünftig sicherlich ausbauen. Es bleibt zudem abzuwarten, ob eine scharfe Trennung der ILA von einer Verkaufsmesse erstrebenswert und überhaupt möglich ist. Soll die ILA als Verkaufsmesse bestehen bleiben, wäre es sinnvoll, die Fachbesuchertage wieder auf drei Tage zu erhöhen. Zunächst ist dies jedoch wohl nicht geplant. Der Termin für die nächste ILA steht bereits fest: Vom 13. bis 17. Mai 2020 dreht sich in Berlin wieder alles um die Luft- und Raumfahrt.

Die DGLR – Informieren, Vernetzen, Fördern

Die Deutsche Gesellschaft für Luft- und Raumfahrt - Lilienthal-Oberth e. V. (DGLR) ist die älteste Institution in der Bundesrepublik Deutschland, die allen, die sich privat oder beruflich mit Luft- und Raumfahrt beschäftigen, ein gemeinsames Forum bietet. Hier vernetzt sich das Wissen der Luft- und Raumfahrt, aktuelle Projekte und Entwicklungen werden vorgestellt und gute Ideen gefördert und honoriert.

 

Kontakt

Alisa Griebler
Deutsche Gesellschaft für Luft- und Raumfahrt (DGLR)
Kommunikation, Pressesprecherin
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