DGLR-News Meldung

05.09.2018 - Rubrik: Politik/Gesellschaft

„Business Incubation Centre“ eröffnet: Friedrichshafen ist ESA-Standort

Friedrichshafen, 04. September 2018. Friedrichshafen hat seit heute ein „Business Incubation Centre“, kurz BIC, der Europäischen Weltraumorganisation ESA. Das Zentrum wurde beim Empfang der Stadt Friedrichshafen im Rahmen des Deutschen Luft- und Raumfahrtkongresses (DLRK) eröffnet und bietet künftig Platz für Gründerinnen und Gründer, die aus Weltraumtechnologien Geschäftsmodelle entwickeln.

Ulrich Kübler, Leiter des BIC in Friedrichshafen, stellt das Zentrum beim Empfang der Stadt Friedrichshafen im Rahmen des DLRK vor. Bild: DGLR

Mit dem „Business Incubation Centre“ bekommt Friedrichshafen eine Außenstelle der ESA. Angesiedelt auf dem Gelände von Airbus in Immenstaad sollen im neuen BIC in Friedrichshafen in den kommenden vier Jahren bis zu 30 Gründer ihre Geschäftsideen realisieren können. Das jetzt eröffnete  BIC in Friedrichshafen und die ESA BICs in Reutlingen und Darmstadt bilden gemeinsam nun das „ESA BIC Hessen & Baden-Württemberg“, koordiniert durch die cesah GmbH in Darmstadt.

Die ESA hat in Europa zurzeit 18 BICs an über 40 Startorten und unterstützt dieses Jahr über 160 neue Start-ups. Damit sind die ESA BICs das größte Raumfahrt-Start-up-Netzwerk der Welt. Die Ansiedlung des BIC in Friedrichshafen geht maßgeblich auf den Einsatz von Airbus zurück. Dietmar Pilz, Leiter des Airbus-Standorts Friedrichshafen sagt: „Gegenseitiges Lernen zu ermöglichen, agiler zu werden und unternehmerisches Handeln zu unterstützen, das wollen wir im ESA BIC in Friedrichshafen fördern. Wir werden das BIC eng mit unserer eigenen ‚Innovation Factory‘ koppeln, in der Überzeugung, dass beide vom Austausch profitieren und in der Hoffnung, dass sich eine Raumfahrt-getriebene Start-up-Szene am Bodensee etablieren kann.“
Das ESA BIC in Friedrichshafen wird derzeit neben Airbus auch durch die Zeppelin Universität unterstützt. Nächstes Ziel der ESA-Einrichtung ist die Erweiterung des Unterstützer-Netzwerks aus Politik, Firmen und Forschungseinrichtungen. Die Startups werden neben der finanziellen Förderung durch die ESA, das Land Baden-Württemberg und das Deutsche Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR) durch technische Beratung und insbesondere durch Coaching zur Entwicklung der Geschäftsmodelle gefördert.