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26.04.2018 - Rubrik: Wirtschaft/Technik

Automobil-Designer Frank Stephenson wechselt zu Lilium

Frank Stephenson, Designer einiger der bekanntesten Autos der Welt, wechselt als Head of Product Design zu dem Luftfahrt-Startup Lilium.   Der amerikanisch-spanische Designer ist berühmt für seine Arbeit bei BMW, Mini, Ferrari, McLaren, Fiat, Maserati und Alfa Romeo. Zukünftig wird er das gesamte Design der Lilium Services leiten.

Credit: Getty

Das 2015 in München gegründete Unternehmen Lilium entwickelt einen High-Speed Jet, der kostengünstig und emissionsfrei ist. Der Jet kann vertikal starten und landen. Lilium will damit die Art und Weise zu revolutionieren, wie Menschen sich in und um Städte herum fortbewegen. Der Lilium Jet basiert auf einem Konzept, bei dem 36 hypereffiziente elektrische Strahltriebwerke in die Flügelklappen des Jets integriert sind. So wird ein müheloser Übergang vom Schwebeflugmodus in den Horizontalflug ermöglicht.

Stephenson, 58, wird ab Mai zu dem über 100-köpfigen Team in München wechseln und ein komplett neues Design-Team rekrutieren. Dieses wird sowohl das Äußere, als auch das Innere des Jets selbst entwickeln. Darüber hinaus werden er und sein Team die Designsprache für die gesamte Infrastruktur entwickeln, was Landeplattformen und Abflughallen einschließt.

Frank Stephenson: “Mein letzter Job war bereits das Höchste, das man in der Welt des Automobil-Designs überhaupt erreichen kann. Die naheliegende Frage war - was soll als nächstes kommen? Das konnte ich für mich zunächst gar nicht so leicht beantworten. Und dann kam dieses beeindruckende Unternehmen - gegründet von vier unglaublichen jungen Visionären - und es fühlte sich sofort wie der richtige nächste Schritt an.

"Lilium wird das Reisen in der Stadt revolutionieren, indem es das Reisen selbst vom Boden in den Himmel verlegt. Die Technologie, die sie dazu bereits entwickelt haben, ist mehr als beeindruckend. Wir sind dabei, die Produktion noch weiter zu beschleunigen, um den Service baldmöglichst an den Start zu bringen. Meine Aufgabe dabei ist die Entwicklung eines Designs, dass Lilium erlaubt nicht nur ein extrem effizienter Service anzubieten, sondern auch einen Service, der Design-Maßstäbe setzt.

"Während meiner gesamten Karriere habe ich mit Ingenieuren Hand in Hand gearbeitet. Und dabei Fahrzeuge geschaffen, die mechanisch effizient und effektiv sind und gleichzeitig schön aussehen. Diese Prinzipien werde ich auch auf die Innovation in der Luftfahrt anwenden."

Der Lilium Jet erreicht eine Geschwindigkeit von bis zu 300 km/h und mit einer einzigen rein elektrischen Ladung eine Reichweite von bis zu 300 km. Der Jet wurde nicht nur als schnelles Transportmittel entwickelt, sondern auch um eine Effizienz zu erzielen, die in der konventionellen Luftfahrt bisher unbekannt ist. Es wird geschätzt, dass der Jet bis zu 90% effizienter als seine Mitbewerber sein wird. Das ermöglicht es Lilium, erschwingliche Lufttransport-Dienste in Städten auf der ganzen Welt anzubieten. Daniel Wiegand, CEO und Mitbegründer von Lilium: "Frank hat nicht nur einige der schönsten Autos der Welt geschaffen, sondern auch einige der leistungsfähigsten und funktionellsten Fahrzeuge, die jemals auf der Straße zu sehen waren. Seine Arbeit ist einzigartig - er kreiert völlig neue Designsprachen, die nichts darstellen, was man jemals zuvor gesehen hat. Genau das versuchen wir gemeinsam bei Lilium zu erreichen.

"Darüber hinaus wollen wir erreichen, dass Lilium magische Nutzererlebnisse bietet. Damit wir für die Gestaltung unserer Produkte und Services genauso bekannt werden, wie für deren Nutzen. Dass jemand mit Franks Talent und Kultstatus sich Lilium anschließt, begeistert uns. Für den Weg der nächsten Jahre ist er ein wichtiger Partner.

"Es ist ein Zeichen von Liliums Führungsposition in diesem Bereich, dass jemand von Frank's Kaliber sich uns anschließt, um die Produktion des Lilium Jets und den Start des Lilium-Services zu begleiten."

Eine Reise innerhalb New Yorks von Manhattan zum JFK International Airport würde im Lilium Jet von einer Stunde auf wenige Minuten verkürzt werden. Die Fähigkeit des Jets, mit hoher Geschwindigkeit zu fliegen, für Start oder Landung aber in den Schwebeflugmodus überzugehen, verspricht eine Revolution im Transportwesen.
Frank Stephenson begann seine Karriere 1986 bei Ford mit der Arbeit am Ford Escort RS Cosworth, nachdem er am Art Center College of Design in Pasadena, Kalifornien seinen Abschluss machte. Danach wechselte er zur BMW Group in München und entwarf den preisgekrönten New MINI und den ersten BMW X5. Er wurde Design Director bei Ferrari und Maserati, bevor er die gleiche Rolle bei Fiat, Lancia und Alfa Romeo übernahm. 2008 wechselte Stephenson zu McLaren und entwickelte eine neue Formensprache, die das Design des McLaren-Sortiments bis 2017 festigte.

Lilium wurde 2015 von Daniel Wiegand, Patrick Nathen, Matthias Meiner und Sebastian Born gegründet.
Der zweisitzige Prototyp des Unternehmens flog erstmals im Jahr 2017.

Quelle: https://lilium.com/press/