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08.05.2019 - Rubrik: Wirtschaft/Technik

ArianeGroup stärkt Kooperation mit PTScientists bei Mondprojekten

Die ArianeGroup hat eine Vereinbarung mit PTScientists, einem deutschen Start-up im Bereich New Space, unterzeichnet, die den Rahmen für eine künftige Zusammenarbeit im Bereich Weltraumtransport und Forschung im Rahmen des ISRU-Programms (In-Situ Resource Utilization) der Europäischen Weltraumorganisation ESA und zur Erkundung der Mondoberfläche im Allgemeinen bildet.

Bild: ArianeGroup Holding / Blackbear

Die Unterzeichnung erfolgte im Zeiss-Großplanetarium in Berlin in Anwesenheit von Thomas Jarzombek, Koordinator der Bundesregierung für Luft- und Raumfahrt. Angesichts des harten Wettbewerbs bei Mondmissionen unterstreicht die ArianeGroup damit ihre Entschlossenheit, sich beim Transport zum Mond weltweit auf Spitzenniveau zu positionieren, insbesondere dank der Ariane 64 – eine Konfiguration der Ariane 6 mit vier Feststoffboostern, die 8,5 Tonnen Nutzlast in den Mondorbit transportieren kann –, und der Kompetenz des Unternehmens bei Raumfahrzeugen. Der Partner PTScientists bringt sein Know-how im Bereich Mondlander ein. Durch ihre Zusammenarbeit wollen ArianeGroup und PTScientists den Mond in bessere Reichweite rücken und den Austausch zwischen Erde und Mond fördern.

„Der Mond ist für die ArianeGroup ein wichtiges Thema, und die Ariane 64 ermöglicht Europa Flüge dorthin. Sie besitzt alle für Versorgungsflüge erforderlichen Fähigkeiten und kann für Transportdienste in den Orbit eingesetzt werden“, erklärte André Hubert Roussel, CEO der ArianeGroup. „Dieser erste Vertrag mit einem europäischen Start-up ist ein hervorragendes Beispiel für eine Kooperation, von der alle profitieren, und ein weiterer Beleg dafür, dass die europäische Industrie in der Lage ist, sich über agile, disruptive Allianzen neu zu erfinden – als europäisches Raumfahrtteam im besten Sinne. Ein traditioneller europäischer Akteur der internationalen Raumfahrt und ein Vertreter des Besten, was New Space zu bieten hat, finden hier auf ideale Weise zusammen. Dieses ambitionierte Gemeinschaftsprojekt ist wegweisend für die gesamte Raumfahrt. Mit dem neuen Bündnis komplettieren wir das Angebot für den Transport von Ausrüstung zur Mondoberfläche.“

Im Januar hatte die ESA die ArianeGroup im Rahmen des  ISRU-Programms beauftragt, einen Einsatz auf dem Mond zu prüfen und vorzubereiten, in dessen Mittelpunkt die Nutzung des Minerals Regolith steht. Da aus Regolith Wasser und Sauerstoff gewonnen werden können, wäre eine autonome menschliche Präsenz auf dem Mond denkbar. Zudem könnte so der notwendige Treibstoff für Forschungsmissionen in noch größerer Entfernung erzeugt werden. Der jetzt mit PTScientists geschlossene Vertrag soll vor allem die Unterstützung solcher Einsätze ermöglichen.

Quelle: https://www.ariane.group/de/neuigkeiten/arianegroup-staerkt-kooperation-mit-ptscientists-bei-mondprojekten/