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LRI-Fakten: Archiv

LRI-Fakten   

LRI Fakten – September 2001
Informationen aus der Luft- und Raumfahrtindustrie
(LRI)

Deutsche Luft- und Raumfahrtindustrie trauert mit USA um Terroropfer:

BDLI kondoliert US-Botschafter Coats in Berlin – EADS spendet 2
Millionen Mark für Terroropfer

Luft- und Raumfahrt strebt Strategische Allianz mit Politik für bessere
Rahmenbedingungen an – Bekenntnis zu Deutschland

Bundeskanzler Gerhard Schröder hat bei einem Spitzengespräch den Bericht
„Deutsche Luft- und Raumfahrt: Zukunftsbranche des 21. Jahrhunderts im
europäischen und globalen Wettbewerb“ entgegengenommen. Der Bericht
wurde von sechzehn führenden Persönlichkeiten der Luft- und Raumfahrt,
der „High-Level-Group“, unterzeichnet. Er beinhaltet aktuelle
Lagebeschreibungen und Forderungen aus den Bereichen „Luftverkehr“,
„Zivile Luftfahrt“, „Raumfahrt“ und „Militärische Luftfahrt“. Im Bericht
legt die Wirtschaft ein klares Bekenntnis zum Standort Deutschland ab
und will gemeinsam mit der Politik die Rahmenbedingungen in einer
Strategischen Allianz verbessern. „Die wichtigsten Aktionsfelder für die
Politik sind: Der Ausbau der Infrastruktur am Boden und in der Luft,
eine erhöhte Forschungs- und Technologieförderung auf international
vergleichbarem Niveau sowie Investitionen in moderne Kommunikations-,
Weltraum- und Verteidigungsprojekte,“ unterstrich BDLI-Präsident Dr.
Gustav Humbert. Der Bericht ist im Internet zu finden unter www.bdli.de
oder zu bestellen unter info@bdli.de.

Bundeskanzler Schröder: „Der Wert dieses Berichtes wird nicht dadurch
relativiert, dass er sich auch kritisch mit Positionen auseinandersetzt,
die die Bundesregierung betreffen. Er ist ein konstruktiver Betrag, der
uns weiterbringen wird und er beinhaltet, die Anstrengungen, die wir
miteinander ... unternehmen müssen, um einen weiteren Ausbau der
deutschen Luft- und Raumfahrt zu gewährleisten. Sie ist ein wirklich
gewichtiger Faktor, was die Wirtschaftskraft und was Arbeitsplätze
angeht, ... ein Hochtechnologiefaktor. Das kann man sicher mit Fug und
Recht sagen.“

Folgen des 11. September: BDLI bietet Regierung Gespräche über
„Sicherheitspaket“ zu äußerer und innerer Sicherheit an

Das „Sicherheitspaket“ der Bundesregierung findet die Unterstützung der
Luft- und Raumfahrtindustrie und sollte als konkreter Anlass für die
Gespräche zur „Strategischen Allianz“ genommen werden, die von der
deutschen Luft- und Raumfahrt am 5. September angeboten worden ist. Die
zivile Luftfahrtindustrie stellt sich als Partner der
Fluggesellschaften, Flughäfen und Flugsicherung den neuen
Herausforderungen durch die neue Qualität des Terrors. Dazu muss es
schnell Gespräche aller Beteiligten des Mobilitätssystems Luftverkehr
mit der Politik geben. Die Bundesregierung kann sich angesichts der
jetzt noch aktuelleren Bedrohungsszenarien und sicherheitspolitischen
Anforderungen an Deutschland auf die technologischen Kompetenzen der
militärischen Luft- und Raumfahrtindustrie stützen.

EADS sieht solide Basis im Unternehmen – Airbus-Produktion auf aktuellem
Stand eingefroren

Die EADS reagiert mit dem Einfrieren der Produktion auf dem derzeitigen
Stand auf die Terroranschläge in den USA. Die Entwicklung des Airbus
A380 wird wie vorgesehen fortgesetzt. Ursprünglich waren umfangreiche
Kapazitätsausweitungen und Investitionen geplant. In diesem Jahr ist die
Auslieferung von 320 Airbus-Flugzeugen geplant. Die beiden CEOs Philippe
Camus und Rainer Hertrich bekräftigten das Ziel einer Umsatzrendite von
10% im Jahr 2004: „Unsere vollen Auftragsbücher und unser erstarkendes
Verteidigungsgeschäft sind eine solide Basis“. Die EADS ist in der
zivilen Luft- und Raumfahrtindustrie weltweit die Nummer eins beim
Auftragsbestand – bei Airbus ein Auftragsbestand von 1682 Festaufträgen
- und Nummer zwei beim Umsatz.

BDLI: Deutscher ESA-Beitrag muss um 15 Prozent erhöht werden – Rund 80
Mio. Euro notwendig

Die deutsche Raumfahrtindustrie setzt sich für eine Aufstockung des
deutschen Beitrags für die Europäische Raumfahrtorganisation ESA um 15%
ein. Diese Forderung formulierte eine Industriedelegation unter der
Führung von EADS-CEO Rainer Hertrich bei einem Gespräch mit
Bundesforschungsministerin Edelgard Bulmahn, das Spitzenpersönlichkeiten
der deutschen Raumfahrt aus Forschung, Wissenschaft und Industrie
führten. Das Treffen diente der Vorbereitung der
ESA-Ministerratskonferenz im November 2001, die von Frau Buhlman
geleitet wird. Der aktuell im Bundeshaushalt eingestellte deutsche
ESA-Beitrag schreibt nur die rechtlichen und faktischen Verpflichtungen
aus europäischen Beschlüssen von 1999 fort: Die deutschen ESA-Mittel für
2002 und 2003 betragen jeweils nur 532 Mio. Euro. Mark. Rund 80 Mio.
Euro sind von 2002 bis 2005 jährlich zusätzlich notwendig, um der
strategischen Bedeutung der Raumfahrt gerecht zu werden.

Großer Exporterfolg für Transporthubschrauber NH 90 in Skandinavien

Die skandinavischen Länder Finnland, Norwegen und Schweden beschaffen
den Transport-Hubschrauber NH 90. Finnland bestätigte den Bedarf für 20,
Norwegen für 14 (plus 10 Optionen) und Schweden für 18 Hubschrauber. Die
Ausschreibung hat ein Konsortium unter Führung von Eurocopter (62,5%)
unter Beteiligung von Agusta (32%) und Stork-Fokker (5,5%) gewonnen. Die
Auslieferung soll ab 2003 erfolgen.

BDLI, DLR und ESA loben gemeinsam einen „Sonderpreis Raumfahrt“ in
„Jugend forscht“ aus

Gemeinsam mit dem Deutschen Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR) und
der Europäischen Weltraumorganisation (ESA) lobt der BDLI erstmals einen
„Sonderpreis Raumfahrt“ im Wettbewerb „Jugend forscht“ aus. Dotiert ist
der Preis mit insgesamt 25.000 Euro. Die Sieger mit den fünf besten
Arbeiten können ihre Leistungen auf der ILA 2002 präsentieren. Insgesamt
können bis zu 348 Raumfahrt-Arbeiten ausgezeichnet werden.

Luftwaffeninspekteur Back überzeugt sich vom Reifegrad des Eurofighters

Generalleutnant Gerhard Back, Inspekteur der Luftwaffe hat sich bei
einem gemeinsamen Flug mit einem Testpiloten in Manching vom
Leistungsvermögen des Kampfflugzeugs Eurofighter überzeugt. Das
zweistrahlige Hochleistungs-Kampfflugzeug der neuesten Generation wird
von den vier Partnerländern, Deutschland, Großbritannien, Italien und
Spanien arbeitsteilig entwickelt und produziert.

ESA ebnet kleinen und mittelständischen Unternehmen Weg ins
satcom-Geschäft

Die Europäische Weltraumorganisation ESA hat eine Initiative gestartet,
die kleineren Unternehmen durch Anschubfinanzierung den Einstieg in die
Satelliten-Kommunikation erleichtern soll. Die Leistungen beinhalten
auch den Zugang zum Fachwissen der ESA und das Angebot von industriellen
Partnerschaften.


Kayser-Threde liefert über 1800 Teile des Rohr- und Leitungssystems für
Columbus zu

Das Münchner Raumfahrtunternehmen hat über 1800 Einzelteile des Rohr-
und Leitungssystems für das Lebenserhaltungssystem des europäischen
Forschungsmoduls Columbus der Raumstation ISS geliefert, deren
Inte-gration jüngst abgeschlossen wurde. Im Zuge von Arbeiten für die
kommerzielle ISS-Nutzung qualifiziert Kayser-Threde derzeit auch einen
Robotik-Bausatz der Spielzeugfirma LEGO für einen Wettbewerb an Bord.


20 Prozent der Exporte des Bundeslandes Brandenburg deckt Rolls-Royce
Deutschland ab

Die wachsende Bedeutung des Luftfahrtindustrie in der Hauptstadtregion
wird nach Angaben von Rolls-Royce Deutschland an seinem hohen Anteil von
20% an Brandenburgs Exporten deutlich. In dem in Dahlewitz bei Berlin
1993 eröffneten Betriebsstandort produzieren 1200 Beschäftigte jährlich
250 Triebwerke.

Personalien: +++ Dr. Michael Süß (Technik) und Reiner Winkler
(Finanzen/Controlling) sind neue Mitglieder der Geschäftsführung der MTU
Aero Engines +++


"LRI Fakten" wird von der Abteilung Presse- und Öffentlichkeitsarbeit des BDLI herausgegeben. V.i.S.d.P.: Diana Winkler.

Verteilungshinweis: Gerne übersenden wir Ihnen regelmäßig die LRI-Fakten per E-mail. Bitten teilen Sie uns Ihre E-mail Adresse mit. Vielen Dank!

Ansprechpartner:

Bundesverband der Deutschen Luft- und Raumfahrtindustrie e.V. (BDLI)
Presse- und Öffentlichkeitsarbeit
Tel.: 030/20 61 40-14/15
Fax: 030/30 61 40-16


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