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LRI-Fakten: Archiv

LRI-Fakten   

LRI Fakten – Dezember 2000
Informationen aus der Luft- und Raumfahrtindustrie (LRI)

Airbus-Aufsichtsrat gibt den Start für die A380 frei

Am 19. Dezember hat der Airbus-Aufsichtsrat die Entwicklung und Produktion des neuen Großraumflugzeugs A380 (bisheriger Projektname: A3XX) beschlossen. „Die A380 wird das Flaggschiff der europäischen Luftfahrtindustrie“, bewerten die beiden EADS-Chairman Dr. Manfred Bischoff und Jean Luc Lagadére die historische Entscheidung. “Mit den Technologien des 21. Jahrhunderts wird die A380 ein langfristiger Garant für Zehntausende von Arbeitsplätzen in Europa sein“, erklären die beiden Co-CEOs der EADS, Rainer Hertrich und Philippe Camus. Die A380 werde ein großer wirtschaftlicher Erfolg und führe die EADS in eine neue Dimension profitablen Wachstums. Die A380 soll in fünf verschiedenen Passagierversionen mit einer Kapazität zwischen 481 und 656 Plätzen und einer Frachtversion von 150 Tonnen angeboten werden. Bisher liegen von sechs Fluglinien 50 Vorbestellungen vor, mit Optionen auf weitere 40 Flugzeuge. Die Endmontage der A380 wird in Toulouse und Hamburg stattfinden. Der Arbeitsschwerpunkt in Hamburg wird bei der Innenausstattung und Lackierung der Maschinen liegen. Der Erstflug ist 2004 geplant, die ersten Serienmaschinen werden im Frühjahr 2006 in Dienst gestellt werden. Die A380 wird eine direkte Beschäftigungswirkung auf über 15.000 Arbeitsplätze in Deutschland haben.

“Wir bewegen uns zu 100 Prozent im Rahmen dessen, was die EU und die USA 1992 vereinbart haben, nämlich dass bis zu 33 Prozent der Entwicklungskosten in rückzahlbaren Darlehen gewährt werden können", weist EADS Co-CEO Rainer Hertrich, den Vorwurf der US-Regierung, über zu hohe staatliche Unterstützung beim Bau des A380, zurück. “Einen Handelskrieg sehen wir nicht heraufziehen. Im Übrigen tragen amerikanische Zulieferer rund 30 Prozent zum Gesamtwert des A380 bei. Die Amerikaner würden sich mit einer Konfrontation also selbst schaden.“

Ein Jahr Rahmenvertrag: BDI-Ausschuss Verteidigungswirtschaft gegründet

Ziel des neugeschaffenen BDI-Ausschusses Verteidigungswirtschaft ist die erfolgreiche Umsetzung des Rahmenvertrages “Innovation, Investition und Wirtschaftlichkeit in der Bundeswehr”. Ausschussvorsitzender der brachenübergreifenden Vertretung im wehrtechnischen Bereich ist der Rheinmetall-DeTec-Chef Dr. Ernst Otto Krämer. Der Ausschuss wird die industrierelevanten Pilotvorhaben begleiten und einen konstruktiven Dialog mit dem Verteidigungsminister führen.

Beginn der Eurofighter-Fertigung in Manching

Anfang Dezember startete die EADS Deutschland an ihrem Standort Manching planmäßig die Endmontage des ersten für die deutsche Luftwaffe vorgesehenen Eurofighters. Insgesamt sollen in Manching alle 180 „deutschen“ Eurofighter gefertigt werden. Das erste Serienflugzeug soll in der zweiten Jahreshälfte 2002 an die Bundeswehr ausgeliefert werden. Darüber hinaus werden in Manching auch die Rumpfmittelteile für alle bisher geplanten 620 Flieger gebaut.

Start des Militärflugzeug-Joint-Venture im ersten Quartal 2001

EADS und Finmeccanica erwarten die Unterzeichnung der Joint-Venture Vereinbarung zur Gründung der European Military Aircraft Company im ersten Quartal 2001. Im Augenblick findet das Due Diligence-Verfahren statt. Gleichzeitig wollen beide Unternehmen ihre Aktivitäten im Raumfahrtbereich weiter ausbauen. Die angedachte Verschmelzung der Raumfahrttöchter Astrium und Alenia Spazio ist allerdings vorerst ausgesetzt.

X-38-Schlüsselkomponente von MAN Technologie erfolgreich getestet

Das von MAN Technologie für die Steuerklappen des Wiedereintrittsvehikels X-38 entwickelte Lager hat die Qualifikationstests im Temperaturbereich bis 1.600 Grad Celsius erfolgreich bestanden. Es wurden mit der NASA abgestimmte Lasten für fünf vollständige Wiedereintritte aus dem Weltraum simuliert.

EADS-Verteidigungsbereich erhält grenzüberschreitende Struktur

Die EADS hat mit der Integration ihrer französischen und deutschen Unternehmenseinheiten im Verteidigungsbereich begonnen. Ziel ist es, die Verluste in diesem Segment zu stoppen und die Basis für ein profitables Wachstum zu schaffen. Dazu wird man sich von Unternehmensteilen trennen, aber auch neue Einheiten zukaufen und Partnerschaften schließen. Die Schwerpunkte werden zukünftig in den Bereichen Lenkflugkörper, Verteidigungselektronik, Telekommunikation und Dienstleistungen liegen.

DLR in Köln-Porz als umweltfreundlich anerkannt

Als erste Großforschungseinrichtung ist das Deutsche Zentrum für Luft- und Raumfahrt in Köln-Porz, Bereich Technische Infrastruktur, als „umweltfreundliches Unternehmen“ nach dem Ökostandard ISO14001 anerkannt worden.

Tiger-Bewaffnung Pars3LR erfolgreich getestet

Mit einem gelenkten Schuss von einem Hubschrauber aus konnte jetzt das Panzerabwehr-Lenkflugkörpersystem Pars3LR der EADS-Tochter LFK mit Erfolg getestet werden. Der erfolgreiche Test ist die wesentliche Vorausetzung für die positive Beschaffungsentscheidung der Tiger-Bewaffnung.

ESW ist als luftfahrttechnischer Entwicklungsbetrieb anerkannt

Als zweites Unternehmen in Deutschland erhielt die ESW Extel Systems Wedel vom Luftfahrtbundesamt die Zulassung als luftfahrttechnischer Entwicklungsbetrieb, zertifiziert nach den JAR21-JB-Richtlinien.

TP400-Triebwerk für militärischen Transporter A400M

Die Airbus Military Company hat sich für den Einsatz des Triebwerks TP400 im neuen militärischen Transportflugzeug A400M entschieden. Das Drei-Wellen-Triebwerk wird gemeinsam von den sechs beteiligten Unternehmen FiatAvio, ITP, MTU Aero Engines, Rolls-Royce, Snecma Moteurs und Techspace Aero entwickelt und produziert.

EADS schließt Kooperationsabkommen mit Moskau

Die EADS hat mit der russischen Luft- und Raumfahrtagentur Rosaviakosmos ein Abkommen unterzeichnet, das die Ausweitung der bestehenden europäisch-russischen Programme und darüber hinaus auch neue Kooperationen vorsieht. Dazu zählen die gemeinsame Modernisierung und Vermarktung der MiG-29 und der Trägerrakete Sojus. Weitere Möglichkeiten der Zusammenarbeit wollen der Hubschrauberhersteller Eurocopter und Airbus prüfen, letzterer im Hinblick auf die Fertigung der A380.

Trent-500-Triebwerk vorzeitig zugelassen

Das Trent-500-Triebwerk von Rolls-Royce hat jetzt früher als geplant seine Musterzulassung für den Flugbetrieb erhalten. Das Triebwerk soll in den größeren Versionen des Airbus A340 zum Einsatz kommen.


"LRI Fakten" wird von der Abteilung Presse- und Öffentlichkeitsarbeit des BDLI herausgegeben. V.i.S.d.P.: Diana Winkler.

Verteilungshinweis: Gerne übersenden wir Ihnen regelmäßig die LRI-Fakten per E-mail. Bitten teilen Sie uns Ihre E-mail Adresse mit. Vielen Dank!

Ansprechpartner:

Bundesverband der Deutschen Luft- und Raumfahrtindustrie e.V. (BDLI)
Presse- und Öffentlichkeitsarbeit
Tel.: 030/20 61 40-14/15
Fax: 030/30 61 40-16


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