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14.08.2017 - Rubrik: DGLR-Presseservice, Politik/Gesellschaft

Luft- und Raumfahrt im Dienst der Gesellschaft beim DLRK in München

Vom 5. bis 7. September 2017 lädt die Deutsche Gesellschaft für Luft- und Raumfahrt (DGLR) zum 66. Deutschen Luft- und Raumfahrtkongress (DLRK) nach München ein. Der DLRK ist das wichtigste wissenschaftlich-technische Networking-Event der Luft- und Raumfahrt in Deutschland und zieht jedes Jahr mehr als 600 Experten an. Hier treffen Wissenschaftler, Ingenieure, Techniker, Politiker und der Nachwuchs zusammen, um aktuelle Themen vorzustellen, Probleme zu diskutieren und neue Kontakte zu knüpfen. Hauptsponsor des Events ist in diesem Jahr der Triebwerkhersteller MTU Aero Engines.

DGLR

Bei dem Kongress in München soll es verstärkt um den gesellschaftlichen Nutzen der Luft- und Raumfahrt gehen. „Luft- und Raumfahrt – im Dienst der Gesellschaft“ lautet das Motto, unter dem an den drei Veranstaltungstagen rund 300 Vorträge in 80 Sitzungen stattfinden. „Bei den immer schneller werdenden Prozessen und Veränderungen ist es wichtig, dass wir uns auch immer wieder auf den gesellschaftlichen Nutzen, das Ziel unserer Arbeit besinnen“, mahnt Prof. Rolf Henke, Präsident der DGLR. „Wir arbeiten daran, das Leben der Menschen zu vereinfachen und zu verbessern, unsere Umwelt sauber zu halten und unsere Horizonte zu erweitern. Dazu stellen wir auf dem Kongress viele interessante Themen vor, wie zum Beispiel das elektrische Fliegen mit seinen Möglichkeiten und Konsequenzen oder das Satellitenprojekt OneWeb, das das Internet für alle bereitstellen soll. Alle diese Themen haben einen starken gesellschaftlichen Bezug und tragen hier auch eine dementsprechende Verantwortung.“

Vom elektrischen Fliegen zum Internet für alle

Das Sitzungsprogramm wird ergänzt durch sieben Plenarvorträge und eine Podiumsdiskussion. So geht es am Dienstag insbesondere um das Thema Elektromobilität. Der Leiter von eAircraft bei der Siemens AG, Frank Anton, berichtet über die Potenziale von Forschungen an elektrisch angetriebenen Passagierflugzeugen bei Siemens. Im Anschluss an seinen Vortrag steigt er mit weiteren Experten, darunter auch DGLR-Präsident und Vorstand für Luftfahrt beim Deutschen Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR), Prof. Rolf Henke, in die Diskussion über die nächsten Schritte der Elektromobilität in der Luftfahrt ein. Im Anschluss wechselt ESA-Generaldirektor Johann-Dietrich Wörner das Thema und berichtet über den Paradigmenwechsel in der Raumfahrt, indem er den Trend von staatlichen zu privaten Raumfahrtunternehmungen aufnimmt. Danach widmet sich Wolfgang Schleich in seinem Plenarvortrag den Quantumtechnologien in Raumfahrtanwendungen.

Am Mittwoch berichtet der CEO von OneWeb, Greg Wyler, über sein Projekt, das Internet überall auf der Welt erreich- und bezahlbar zu machen. Diesen Vortrag ergänzt Eric Zeis von Airbus Defence and Space mit einem Beitrag zu Megakonstellationen und dem Trend zu Kleinstsatelliten. Airbus Defence and Space ist für die Produktion der OneWeb-Satelliten zuständig. Am Donnerstag berichtet Gerhard Ebenhoch von MTU Aero Engines über die Digitalisierung im Triebwerksbau. Außerdem geht es an diesem Tag bei Mathias Thomson von Airbus Urban Air Mobility über die zukünftige Rolle der Luftfahrt als Fortbewegungsmittel im Alltag.

Dialog zwischen Ingenieuren und Piloten

Aufgrund des Erfolgs der letzten drei Jahre wird auch bei diesem DLRK wieder ein „Dialogtag Luftfahrt“ stattfinden. Am 6. September erhalten Ingenieure und Piloten die Möglichkeit, sich zum offenen Austausch zu treffen. Ziel des Treffens ist es, die unterschiedlichen Sichtweisen von Piloten und Ingenieuren auszutauschen. Das ermöglicht den Piloten, ihre Wünsche und Anforderungen an die Technik aufzuzeigen und die Ingenieure erfahren, wo vermehrt Handlungsbedarf besteht. So können sie die Arbeit der Piloten mit ihrer Technik in optimaler Weise unterstützen und ergänzen. In diesem Jahr soll es dabei vorrangig um die Themen „Aircraft Control“, zum Beispiel Pilotenassistenzsysteme und um Verkehrsflugzeuge und ihren Linienbetrieb aus Sicht der Cockpitcrew gehen.

Studierende entwerfen das Flugzeug der Zukunft

Parallel zum Vortragsprogramm werden am 5. September 2017 beim DLRK die prämierten Arbeiten der NASA/DLR-Design Challenge präsentiert. Im Oktober 2016 riefen das Deutsche Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR) und die amerikanische Luft- und Raumfahrtbehörde NASA Studenten zu einem Designwettbewerb auf. Dabei konnten die Studenten Design-Vorschläge für ein neues Flugzeug unter dem Thema „leise und emissionsarm fliegen“ oder „Herausforderung Überschalljet“ einreichen. Insgesamt 63 Studierende aus Deutschland von sieben Universitäten meldeten sich für den Wettbewerb an. Beim DLRK werden die Entwürfe erstmals vorgestellt. Für die Gewinner geht es im Herbst dieses Jahres dann nach Amerika, wo sie sich noch einmal neben den Gewinnern des Wettbewerbs der NASA präsentieren können.

Luft- und Raumfahrtnachwuchs beim DLRK

Auch sonst hat der DLRK dem Luft- und Raumfahrtnachwuchs viel zu bieten. Studenten können hier in direkten Kontakt mit Wissenschaftlern und Ingenieuren kommen und erste Verbindungen in die Forschung und Industrie aufbauen. Um das zu unterstützen bietet die DGLR in diesem Jahr erneut die 100-Studenten-Aktion an. Für diese konnten sich 100 Studenten von 16 teilnehmenden Hochschulen anmelden und ein kostenloses Ticket zum Kongress erhalten. Darüber hinaus lädt Rolls-Royce Deutschland die Gewinner der Aktion zu einem exklusiven Vortag von Heiko Witte, Head of Engineering, Improvement and Quality des Unternehmens, mit einem anschließenden Get-together ein.

Zum Auftakt des Kongresses werden auf der Eröffnungsveranstaltung in diesem Jahr 16 Bachelor-, Master,- Diplom- und Doktorstudenten mit Nachwuchspreisen für ihre Abschlussarbeiten ausgezeichnet. Diese werden von verschiedenen Einrichtungen und Unternehmen der Branche gestiftet. Darüber hinaus präsentieren sich vier Nachwuchsgruppen der Luft- und Raumfahrt in einer Ausstellung von Unternehmen aus Industrie und Forschung, die den DLRK begleitet. Die Nachwuchsgruppen bestehen aus Studierenden an Hochschulen, die gemeinsam ein Thema aus der Luft- und Raumfahrt praktisch bearbeiten.

Der DLRK in München

Der DLRK findet seit 1952 jährlich statt. Zuletzt war er 2003 in der wichtigen Luft- und Raumfahrtregion München zu Gast. Hier finden sich innovative und traditionsreiche Forschungseinrichtungen und Industrieunternehmen, wie die Technische Universität München, Munich Aerospace, das Bauhaus Luftfahrt, IABG, MTU Aero Engines, Airbus Defence & Space und einige mehr. Zudem bietet das moderne Forschungszentrum Garching die ideale Infrastruktur für einen großen Wissenschaftskongress.

Die DGLR

Die Deutsche Gesellschaft für Luft- und Raumfahrt - Lilienthal-Oberth e.V. (DGLR) ist die älteste Institution in der Bundesrepublik Deutschland, die allen, die sich privat oder beruflich mit Luft- und Raumfahrt beschäftigen, ein gemeinsames Forum bietet. Hier vernetzt sich das Wissen der Luft- und Raumfahrt, aktuelle Projekte und Entwicklungen werden vorgestellt und gute Ideen gefördert und honoriert.

Kontakt

Alisa Griebler
Kommunikationsmanagerin | Pressesprecherin
Deutsche Gesellschaft für Luft- und Raumfahrt (DGLR)
Godesberger Allee 70
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Tel.: +49 228 30805-14
Mobil: +49 170 3340849
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