DGLR-News Meldung

07.06.2017 - Rubrik: Politik/Gesellschaft

"An der Spitze der Innovationspyramide" - 12. Tag der deutschen Luft- und Raumfahrtregionen in Darmstadt, mit Bundeswirtschaftsministerium, Hessen und Spitzen der Industrie

Deutschland gehört weltweit zu den führenden Luft- und Raumfahrtnationen. Doch wie ist es angesichts technologischer Umwälzungen und erstarkender Konkurrenz aus aller Welt um die Zukunft der Luft- und Raumfahrtrepublik bestellt? Diese Frage steht im Mittelpunkt des 12. Tages der Deutschen Luft- und Raumfahrtregionen, der heute im Raumflugkontrollzentrum der ESA in Darmstadt – „Europas Tor zum All" – stattfindet. Mitveranstalter dieses bedeutenden Branchentreffens ist auch in diesem Jahr das Bundesministerium für Wirtschaft und Energie (BMWi).

Zukunft der unbemannten Luftfahrt trifft auf ESA-Raumfahrtbetrieg in Darmstadt - Hessen Wirtschaftsminister Tarek Al-Wazir, ESA Operations-Direktor Rolf Densing sowie die Gründer von Wingcopter, Tom Plümmer und Ansgar Kadura (Quelle: HOLM / BDLI / ESA, A. Arnold)

Die Bundeswirtschaftsministerin und Koordinatorin der Bundesregierung für die Luft- und Raumfahrt, Brigitte Zypries, hob die Bedeutung der Luft- und Raumfahrt als Industrie für Mobilität hervor: "Technologien aus der Luft- und Raumfahrt sind Innovationstreiber - gerade auch für andere Branchen. Umgekehrt kann auch die Luft- und Raumfahrt von anderen Branchen lernen. Branchenübergreifende Kooperation und die enge Verzahnung von Industrie, Forschung und Anwendern ist ein Schlüssel zum Erfolg. Das wird am Standort Hessen sehr deutlich und das freut mich."

Zum Auftakt der Veranstaltung verdeutlichte Hessen Wirtschaftsminister Tarek Al-Wazir die Bedeutung dieser Industrie für das Bundesland: „Die Luft- und Raumfahrtbranche sichert in Hessen viele hochqualifizierte Arbeitsplätze, und das soll auch so bleiben. Von ihrer Innovationskraft profitiert unsere gesamte Wirtschaft. Wir brauchen die Luft- und Raumfahrtindustrie aber auch als Problemlöser, um den Flugverkehr leiser, energieeffizienter und klimaschonender zu machen – das ist entscheidend für die Zukunft dieses Industriezweigs.“

Andreas Sedlmayr, Vorsitzender des BDLI-Regionalforums und Mittelstandsbeauftragter des BDLI, betonte: „Die Luft- und Raumfahrt steht an der Spitze der Innovationspyramide, denn in Luft und All sind die Anforderungen an Technologie und Sicherheit am größten.

Deutschlands Luft- und Raumfahrtindustrie ist weltweit mit führend. Dies liegt vor allem an den sehr hohen Investitionen in Forschung und Entwicklung ebenso wie an dem hervorragenden Zusammenspiel von regionalen und nationalen Akteuren aus Industrie, Politik und Forschung.“ Sedlmayr weiter: „Von der Innovationskraft der Luft- und Raumfahrtindustrie profitieren auch die Menschen hier in Hessen. Flugzeuge der neuesten Generation sind wesentlich sauberer und halbieren den Lärm.“

Der Bundesverband der Deutschen Luft- und Raumfahrtindustrie (BDLI e.V.) richtet zum 12. Mal in Folge den „Tag der Deutschen Luft- und Raumfahrtregionen“ aus. Am heutigen Mittwoch ist die Branche erstmals in Hessen und in der Wissenschaftsstadt Darmstadt zu Gast. Rund 250 Vertreter aus Industrie, Politik und Forschung werden über die jüngsten Entwicklungen bei zentralen Zukunftsthemen der Luft- und Raumfahrt wie Digitalisierung, unbemanntes Fliegen und Space 4.0 diskutieren. Ein weiterer Höhepunkt ist die Industrie-Ausstellung, die das hochinnovative Technologie-Know-How des pulsierenden und traditionsreichen Luft- und Raumfahrtstandortes Hessen aufzeigt.

Die Förderung des Nachwuchses ist ein Kernanliegen des BDLI

Einen wichtigen Bestandteil dieser Veranstaltung stellt die feierliche Preisverleihung des vom BDLI ausgelobten Schülerwettbewerbes „juri“ dar, an der auch die Bundeswirtschaftsministerin und Koordinatorin der Bundesregierung für die Luft- und Raumfahrt, Frau Brigitte Zypries, in ihrer Eigenschaft als Jurorin mitwirkt. Prämiert werden drei Grundschulklassen aus Bremen, Bayern und Sachsen, die sich auf besonders kreative Weise in Projektarbeit mit der Faszination der Luft- und Raumfahrt beschäftigt haben.

„Die Förderung des Nachwuchses ist ein Kernanliegen des BDLI“, so Volker Thum, Hauptgeschäftsführer des BDLI. „Die seit sechs Jahren bestehende Nachwuchsinitiative ‚juri‘ hat sich als ein hervorragendes Instrument bewährt, frühzeitig das Interesse von Mädchen und Jungen für unsere zukunftsträchtige, innovative High-Tech-Branche zu wecken.“

Veranstaltungsort des Tages der Deutschen Luft- und Raumfahrtregionen ist in diesem Jahr das ESOC in Darmstadt. Das ESOC, „Europas Tor zum All", ist ein Fachzentrum der ESA (European Space Agency). Seit 1967 stellt es den Betrieb der europäischen Satelliten in ihren Umlaufbahnen sicher. Das Zentrum hat bislang über 60 ESA-Missionen erfolgreich gesteuert – wie z. B. Rosetta, Smart-1, Mars Express, ExoMars, Gaia, CryoSat oder die Sentinels. Kontrollräume, die mit Bodenstationen in aller Welt vernetzt sind, überwachen Satelliten während der gesamten Einsatzdauer. Mehr unter zum ESOC unter www.esa.int/esoc_de oder #ESOC50.

Die Veranstaltung findet jährlich in einer der Regionen der deutschen Luft- und Raumfahrtbranche statt – und in diesem Jahr ist Hessen aus besten Gründen Gastgeber. Denn Luftfahrtindustrie, Luftverkehr, Raumfahrt, Flugsicherung, Dienstleistungen sind hier vereint: Hessen ist der „Alleskönner" unter den Bundesländern, wenn es um die Luft- und Raumfahrt geht.

Renommierte Großunternehmen wie Diehl Aerospace, Lufthansa Technik und Rolls-Royce stehen ebenso für Qualität „Made in Hessen“ wie die vielen Mittelständler unserer Branche. Ein wichtiger Faktor, der Hessen zu einem weltweit bedeutenden Luft- und Raumfahrtstandort macht, sind auch die dort ansässigen Institutionen wie das Kontrollzentrum der Europäischen Weltraumorganisation ESA und der europäische Betreiber von Wettersatelliten EUMETSAT, beide mit Sitz in Darmstadt, oder die Deutsche Flugsicherung in Langen.

Quelle: http://www.esa.int/ger/ESA_in_your_country/Germany/An_der_Spitze_der_Innovationspyramide_-_12._Tag_der_deutschen_Luft-_und_Raumfahrtregionen_in_Darmstadt_mit_Bundeswirtschaftsministerium_Hessen_und_Spitzen_der_Industrie