R2.5 Sicherheit und Verteidigung

Leitung

Götz Anspach von Bröcker
Leitung


E-Mail: goetz.broecker(at)airbus.com

Sonay Sarac
Stellvertr. Leitung


E-Mail: sonay.sarac(at)web.de

Definition, Ziele

Sicherheit und Verteidigung im Kontext der Raumfahrt und hier insbesondere im Zusammenhang mit den durch raumbasierte Systeme bereitgestellten Diensten und Anwendungen, hat zahlreiche Facetten:

Da ist zum einen die Überlebensfähigkeit für unsere Satelliten, die zum gegenwärtigen Zeitpunkt nur durch eine ständige Überwachung der Weltraumlage, d.h. der Situation insbesondere auf den erdnahen Umlaufbahnen und der, auf dem so gewonnenen Lagebild basierten Ausweichmanöver, wirksam sichergestellt werden kann. Gleichzeitig gilt es aber Überlegungen anzustellen, wie unsere zukünftigen Satelliten durch geeignete konstruktive Schutzmaßnahmen besser in der "feindlichen" Umgebung des Weltalls bestehen können.

Andererseits gilt es, die Chancen, die uns die Nutzung des Weltalls bieten, auch im Sinne einer Stärkung unserer Verteidigungsfähigkeit mit innovativen Ideen weiter zu entwickeln. Das Verständnis dafür, dass es eine zwingende Notwendigkeit darstellt, sich dieser Thematik anzunehmen wird Aufgabe des Fachausschusses Sicherheit und Verteidigung sein.

Notwendige Sicherung der Grundlagen moderner Informationstechnologie


Weltraumbasierte Anwendungen haben breiten Eingang in den Alltag unserer modernen Gesellschaft gehalten. Mit wachsender Nutzung des Weltraumes hat auch unsere allgemeine Abhängigkeit von ihm bzw. von den durch weltraumbasierte Systemen bereitgestellten Diensten und Anwendungen deutlich zugenommen:

Globale Logistik und moderner Infrastrukturbau, um nur zwei Anwendungsbereiche zu nennen, sind ohne das satellitengestützte Global Positioning System (GPS) bzw. zukünftig GALILEO schwer vorstellbar. Das hochpräzise, synchronisierte Zeitsignal dieser Satellitenkonstellationen ist die Grundlage für Transaktionen auf globalen Finanzmärkten. Satellitengestützte Kommunikation ebenso wie die Übertragung von medialen Großereignissen in nahezu Echtzeit an (fast) jeden Ort unseres Globus auch über riesige Distanzen oder in abgelegene Gegenden, wird als gegeben hingenommen. Dass aus betriebswirtschaftlichen Gründen Telekommunikation inzwischen selbst über kürzeste Distanzen via Satellit sichergestellt wird, unterstreicht lediglich unsere Abhängigkeit vom Weltraum. Sogar ein Teil unserer nationalen Staatseinnahmen durch die streckengenaue, satellitengestützte Erhebung der LKW-Maut hängt direkt von der Weltraumnutzung ab.

Aber auch die militärische Nutzung des Weltraums versucht mit den Chancen, die sich durch weltraumbasierte Systeme eröffnen, Schritt zu halten. Der inzwischen erreichte Grad der militärischen Abhängigkeit vom Weltraum ist dabei mitunter besorgniserregend, weil gleichzeitig auch die militärische Verwundbarkeit steigt.

Grundlagen der Arbeit des Fachausschusses

Diese Situation mit diversen Fachleuten zu untersuchen und zu diskutieren, ist Grundvoraussetzung, um Lösungen und Wege zu erarbeiten, die geeignet sein sollten, sich der angesprochenen Abhängigkeiten im Sinne einer Risikominimierung anzunehmen. Hierzu wollen wir uns in regelmäßigen Abständen zu Seminaren oder Workshops treffen und dabei über neue Entwicklungen, technische Fragen und neue Ideen gemeinsam oder in Gruppen diskutieren und in Gedankenabstrakten oder -abhandlungen festhalten.

Wir wollen uns in regelmäßigen Abständen an möglichst zentral gelegenen Orten treffen und dabei auch die soziale Komponente nicht zu kurz kommen lassen.

Präsentation zum Vortrag auf dem Deutschen Luft- und Raumfahrtkongress 2012 zur Arbeit des Fachausschusses R 2.5

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